Auch 2020 hat Hoßkirch viel vor

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„Es soll das neue Jahr so fein, wie diese bunten Blumen sein“, ist der treffende Neujahrswunsch vom jungen Schornsteinfeger und
„Es soll das neue Jahr so fein, wie diese bunten Blumen sein“, ist der treffende Neujahrswunsch vom jungen Schornsteinfeger und Glücksbringer Dominik Wilke und Bürgermeister Roland Haug. (Foto: Eugen Kienzler)
Eugen Kienzler

„Hosskirch am See, s’isch oifach schee!“ – wenn man der Stimmung und Atmosphäre beim Bürgerempfang der Gemeinde Hoßkirch am Sonntag glauben darf, ist dies nicht nur der Werbeslogan, auf dem, den großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses schmückenden Banners, sondern gelebte und gefühlte Realität. Klangvoll mit dem passenden Michael Jackson-Hit „We are the World“ von der Musikkapelle Hoßkirch eröffnet, hat Bürgermeister Roland Haug ein stattliches Auditorium an Mitbürgern begrüßt.

Unter den Gästen war auch Patrick Bauser, Altshausens Bürgermeister und Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes sowie der neue Leiter des Polizeipostens Altshausen, Polizeihauptkommissar Holger Beutel, für den dieser Neujahrsempfang die Premiere in seiner neuen Aufgabe war. „Ich wünsche Dir im neuen Jahr kein Unglück und kein graues Haar. Vor Unglück soll Dich Gott bewahren“, waren die guten Wünsche für die Anwesenden, in Versform dargebracht, vom Schornsteinfegerbuben als Glücksbringer Dominik Wilke.

„Hoßkirch hat sich in den vergangenen Jahren frisch eingekleidet, in bunten Farben: Die Seezeit mit neuem Seebad, das Dorfzentrum, Blühstreifen, Spielplätze, Fitnessparcours, Kneippanlage und die Bahn - dieser Bahnhaltepunkt in mitten wunderschöner Natur“, sagte Bürgermeister Roland Haug in seinem Rückblick. „Das haben wir alle gemeinsam mit großem Fleiß und auch mit einer Portion Glück geschafft“, anerkannte er die Leistung seiner Mitarbeiter, des Gemeinderats und der Bürger. Als Beispiele für die Kultur auf dem Lande nannte er die Veranstaltungsreihe „Kultur im Dorfzentrum“ und das Wochenende der „Offenen Ateliers“ sowie das Ferienprogramm, das sich seit der Einführung vor fünf Jahren sehr erfolgreich entwickelt hat und sich bei den Kindern und Jugendlichen einer großen Beliebtheit erfreut. Die Partnerschaft Hoßkirch und Mauchamps leiste nun schon seit über 30 Jahren einen Beitrag zur länderübergreifenden Verständigung. Der neugestaltete Rathausplatz sei dann auch beim Besuch der Freunde aus Mauchamps im Mai der Platz für den ersten „Boule-Länderwettkampf“. Als Beispiele, die Infrastruktur zu verbessern, nannte Haug den Bürgerbus in Zusammenarbeit mit Ostrach, die Optimierung der Wasserversorgung, die Schaffung neuen Wohnraums, die 23 Bauplätze im Bereich der Tafertsweiler Straße, deren baurechtliches Verfahren eingeleitet sei. „Ich bin stolz auf unser neues Seebad, mit dem in Hoßkirch ein weiterer öffentlicher Ort für Sport, Begegnung, für Bewegung und Zwischenmenschlichkeit entstanden ist“, sagte Haug.

Gut „gepolstert“ ins neue Jahr

Der neu geschaffene Wohnmobilstellplatz am Königseggsee ist jetzt schon in den bekanntesten Reisemobil-App aufgenommen. Trotz dieser und weiterer Investitionen wie die Großbaumaßnahmen an der Königseggwalder Straße, der neuen Fallleitung Hüttenreute-Sandhaus-Watt, den Anschluss an den Abwasserzweckverband Ostrachtal und der Kostenbeteiligung am Anbau der Herzog-Philipp-Verbandschule konnte dies, dank der Zuschüsse und Fördermittel aus Leader und Ausgleichsstock, geschultert werden, ohne weitere Kredite aufzunehmen.

Auch die „To-do-Liste“ für 2020 ist gut gefüllt. Als Schwerpunkte nannte Haug den weiteren Ausbau der Schul -und Kinderbetreuung, die Bemühungen um ein Baugebiet, die Kanalsanierungen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung sowie die Erneuerung der teils maroden Straßenbeleuchtung. Ein Augenmerk liege auch auf dem Breitbandausbau. Hoßkirch sei auf einem guten Weg. Freies WLAN gebe es bereits im Rathaus, im Bürgersaal und im Dorfzentrum. Schon bald werde dies auch im Ort und in der Seezeit möglich sein. Doch bei all dem sei das gelebte Miteinander in der Gemeinde wichtig und letztendlich der eigentliche Mehrwert sich wohlzufühlen. Großes und vielfältiges Engagement aus der Bürgerschaft, der Vereine und Organisationen, Feuerwehr Kirche, Schulen, Kinderhaus, Verwaltung, Bauhof und Gemeinderat seien die Garanten dafür, sagte Haug. So galt der Dank Haugs allen, die zum guten Gelingen des Zusammenlebens beigetragen haben, verbunden mit dem Wunsch, dass auch 2020 von diesem geprägt sein möge.

Im Namen des Gemeinderates überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Robert Germann ein glückliches und „gut gepolstertes“ Jahr 2020. „Gepolstert“ war die humorvolle Anspielung auf die neuen Stühle, die bei der Veranstaltung ihre Premiere hatten. German erinnerte an die besondere Herausforderung der „Doppik-Umstellung“ im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen, die auch für den Gemeinderat eine Herausforderung sei. Bürgermeister Haug machte er ein Kompliment und verglich ihn mit dem derzeit besten deutschen Skispringer Karl Geiger. „Unser Bürgermeister hat auch immer einen schnellen Anlauf, fliegt sehr weit und hat immer sehr gute Haltungsnoten“. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine unterstützende Partnerin, sagte er und übergab Haugs Lebenspartnerin Claudia Schaden einen Strauß Blumen. Die Musikkapelle Hoßkirch unter der Leitung von Franz Reck beendete mit dem Hit der Fäschtbänkler „Ein Leben lang“ den offiziellen Teil des Bürgerempfangs.

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