Anja Fischer trifft die „Jugend der Welt“

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 Anja Fischer ist bestens gerüstet für das Academy Camp in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires.
Anja Fischer ist bestens gerüstet für das Academy Camp in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Anja Fischer (Schützengilde Ennetach) aus Mengen nimmt vom 4. bis 22. Oktober am Academy Camp der Deutsche Sportjugend (DSJ) in Buenos Aires/Argentinien teil. Das Camp findet parallel zu den Olympischen Jugendspielen statt. Mit dem Academy Camp unterstützt die DSJ die Idee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Ausgangspunkt waren die Umsetzung der Idee der Olympischen Jugendspiele (Youth Olympic Games/YOG), die seit ihrer Premiere 2010 in Singapur im olympischen Rhythmus, also alle vier Jahre, für Nachwuchsathleten zwischen 14 und 18 ausgetragen werden, um sie für die olympische Idee zu begeistern. Den Rahmen dazu bildet ein umfangreiches Bildungsprogramm unter dem Titel „Learn and Share“, für die Athleteten die gleichberechtigte Säule neben den sportlichen Wettkämpfen. Im Academy Camp sollen sich Jugendsportler der Welt begegnen und kennenlernen, gemeinsam lernen und sich austauschen. Die DSJ ist in der Mannschaftsleitung der deutschen Delegation vertreten und beteiligt an der Auswahl der deutschen „Change Maker“ für die jeweiligen YOG, dem Bindeglied zwischen den Jugendlichen und dem Bildungsprogramm. Anja Fischer hatte sich im Frühjahr für einen der 25 Plätze für das Camp beworben. Sie zählt zu den glücklichen Auserwählten aus ganz Deutschland, die diese Reise antreten dürfen. Die Teilnahme ist auch der Lohn für zehn sehr erfolgreiche Jahre im Leistungssport, mit dem Gewinn von zwischenzeitlich über 20 Medaillen bei deutschen Meisterschaften.

Treffen für junge Ehrenamtliche

Im Rahmen des Academy Camp sollen junge Ehrenamtliche, die sich in den deutschen Sportstrukturen engagieren, durch ein vielfältiges Programm in ihrem Engagement bestärkt und dafür weiterqualifiziert werden.

In diesem internationalen Modul werden Ziele verfolgt wie Persönlichkeitsentwicklung, fachliche Fortbildung und Kompetenzentwicklung für das Ehrenamt, kultureller Austausch und interkulturelle Sensibilisierung, Wertevermittlung auf Grundlage der olympischen Idee, Aufzeigen von Möglichkeiten des Engagements für Themenfelder der Jugendarbeit im Sport und internationale Projekte innerhalb der DSJ und ihren Mitgliedsorganisationen, nachhaltige Netzwerkbildung zur Bindung und Engagement-Förderung.

Das Camp richtet sich an den ehrenamtlichen Nachwuchs im deutschen Sport zwischen 18 und 26 Jahren und soll den jungen Menschen den Blick über den Tellerrand, internationale Erfahrungen und viel neues Wissen vermitteln. Auf dem Programm stehen dafür neben dem Besuch der Wettkämpfe Workshops, Seminare und Dialogforen mit Persönlichkeiten aus Sport, Gesellschaft und Politik sowie ein interkulturelles und sportliches Rahmenprogramm.

Vorbereitung in Düsseldorf

Einen ersten Vorgeschmack erhielten die deutschen Teilnehmer, darunter Sommerbiathletin Anja Fischer aus Mengen während eines dreitägigen Vorbereitungsseminars in Dortmund. Um sich auf die Zeit in Argentinien einzustimmen, ging es neben einer ausführlichen Kennenlernphase um erste Eindrücke von Land und Leuten. Die ausgewählten jungen Engagierten, die in ihren jeweiligen Sportverbänden oder -vereinen auf verschiedene Weise ehrenamtlich aktiv sind, lernten zunächst die Vielfalt der Deutschen Sportjugend kennen und setzten sich mit der olympischen Bewegung auseinander. Dazu wird es aber auch in Argentinien noch abwechslungsreiche Möglichkeiten geben.

Neben der olympischen Idee wurde der Fokus auf eine interaktive interkulturelle Vorbereitung gelegt. Ebenso gibt es Raum für eigene Ideen und Engagement. So erarbeitete die Gruppe verschiedene Workshops und andere Ideen für die gemeinsame Programmgestaltung in Buenos Aires. Neben den arbeitsintensiven Phasen tagsüber waren für den Abend sportliche Aktivitäten im Park geplant. Trotz einiger Regenschauer war die Stimmung in der Gruppe bei Frisbee, Volleyball und anderen kleinen Spielen bestens. Man wolle, dass die jungen Ehrenamtlichen mit ihrer aktiven Teilnahme ihre eigenen Fähigkeiten einbringen sowie vielseitige Kompetenzen für weitere ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen, sagt Kirsten Hasenpusch, Vorstandsmitglied der DSJ sowie Leiterin des Camps.

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