Altheim will das Bollwerk knacken

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 Bastian Fisel (links) wird heute nochmals im Tor des FV Altheim stehen.
Bastian Fisel (links) wird heute nochmals im Tor des FV Altheim stehen. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Nach zwei Siegen in Folge gegen Balingen II und den FC Mengen gilt es für den FV Altheim am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Leutkirch nachzulegen. Die Mannschaft von Trainer Sascha Musch muss dazu an die starke Leistung aus dem Menghen-Spiel am vergangenen Freitag anknüpfen.

Sascha Musch ist voll des Lobes für seine Mannschaft. „Natürlich ist die Mannschaft durch die gute Leistung in Mengen beflügelt. Das ist auch im Training zu merken. Die Mannschaft zieht super mit. Aber jetzt müssen oder wollen wir nachlegen“, sagt Musch. Allerdings warnt er davor, den Gegner zu unterschätzen. Musch selbst hat den Gegner aus dem Allgäu in der Partie gegen den SV Oberzell beobachtet. „Die Mannschaft ist sicher besser als es der Tabellenplatz derzeit aussagt. Sie steht sehr kompakt in der Defensive und schaltet nach Ballgewinnen sehr schnell um. Vor allem über ihre Außen“, hat er erkannt.

Auch in Oberzell schrammte die Mannschaft von Trainer Bruno Müller mal wieder knapp an einem Zähler vorbei. „Leutkirch hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagt der Altheimer Trainer. „Wir müssen versuchen, dieses Bollwerk irgendwie zu knacken, ohne aber dem Gegner zu viel Raum zu lassen.“ Sprich, die Grün-Weißen wollen es vermeiden, dem Aufsteiger ins offene Messer zu laufen. „Es wird wohl ein Geduldsspiel. Die Zuschauer sollten da nicht reingehen und von vorneherein einen klaren Sieg erwarten.“ Denn gleichzeitig ist Muschs Prognose natürlich auch ein Hinweis an all jene, die nach zwei Siegen und der starken Leistung gegen Mengen gegen den FC Leutkirch einen Selbstläufer erwarten. Getreu dem Motto: Tabellenletzter, das müssen ja einfache drei Punkte sein. „Leutkirch ist robust, gefährlich und sicher noch immer heiß auf einen Sieg.“

Gleichzeitig warnt Sascha Musch davor, die Gesamtsituation aufgrund der jüngsten beiden Siege zu unterschätzen. „Da ist alles eng beisammen. Wir haben noch nichts erreicht. Gewinnen wir, haben wir drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg, verlieren wir, sind wir wieder mitten im Abstiegskampf.“ Verzichten muss der FV Altheim gegen den FC Leutkirch nach wie vor auf Johannes Reuter. „Sein Knöchel ist noch geschwollen, ein Einsatz käme zu früh“, sagt Musch. So wird weiter Bastian Fisel im Tor stehen. „Außerdem fehlt Alexander Kienle; Martin Schrode und Patrick Spies sind noch angeschlagen.“

Sascha Musch wird bis zum Winter das Traineramt bekleiden. Das bestätigte er noch einmal gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“. Der Verein hat mich in der Sommerpause schon mal gefragt. Jetzt hat mich die gesamte Situation im FV Altheim - und das ist mein Verein - dazu bewogen, zu helfen. Aber ich habe zuerst mit meiner Familie gesprochen und die hat das Okay gegeben und mit Axel Müller, mit dem ich bislang in der D-Jugend des FV Altheim tätig war. Er übernimmt bis zum Winter alleine.“ Erst das habe es ihm ermöglicht, im Landesligateam einzuspringen. So will B-Lizenzinhaber Sascha Musch, der unter anderem für den SC Pfullendorf, den FV Bad Saulgau und den FV Altheim spielte, seinem Verein den Rücken freihalten. So kann dieser bis zur Winterpause einen Trainer zu finden, der die Mannschaft dann übernimmt, sodass Florian Geiselhart und die Abteilungsleitung keinen Schnellschuss machen müssen. Ein Engagement über den Winter hinaus schließt Musch ziemlich sicher aus. „Du stehst in der Landesliga drei-, viermal pro Woche auf dem Sportplatz, musst außerdem Spiele und Gegner beobachten“, das alles lasse sich, auch angesichts eines zeitaufwändigen Berufs in der Staatsanwaltschaft Ravensburg - inklusive weiter Fahrtstrecken, - nicht verbinden. „Wer mich kennt weiß, ich stehe zu meinem Wort. Deshalb werde ich im Winter wieder zur D-Jugend zurückkehren.“

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