Altheim stößt die Tür auf - Ostrach zittert

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An Ostrachs Torhüter Thomas Löffler liegt es sicher nicht, dass der FCO das Spiel mit null Punkten beendet. Altheim revanchiert
An Ostrachs Torhüter Thomas Löffler liegt es sicher nicht, dass der FCO das Spiel mit null Punkten beendet. Altheim revanchiert sich für die 0:1-Hinspielniederlage und Manuel Butscher (vorne, rechts) und Philipp Maier (verdeckt) fahren mit drei Punkte (Foto: Hubert Möhrle)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

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Der FV Altheim hat am Samstagabend das Donau-Derby in der Fußball-Landesliga beim FC Ostrach mit 1:0 (1:0) gewonnen und sich zum einen für die 0:1-Niederlage im Hinspiel revanchiert und zum anderen mit nun 38 Punkten einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Der FC Ostrach, der das Spiel nach zwei Platzverweisen zu neunt beendete, muss weiter um den Klassenerhalt bangen und liegt mit einem Punkt Vorsprung vor dem vermeintlichen Relegationsrang, Platz zwölf. Das Tor des Tages in einem Spiel mit zweimal Gelb-Rot und 13 Gelben Karten, erzielte der seit Wochen in bestechender Form spielende Stefan Münst bereits nach neun Minuten.

Der FV Altheim erwischt den besseren Start. Über beide Außen macht der Aufsteiger Druck, Geiselhart über rechts, Schrode über links, meistens jedenfalls - zwischendurch tauschen sie auch die Seiten und rochieren - stellen ihre Gegenspieler - auf der linken Ostracher Abwehrseite Rothmund, auf rechts Luib - vor eine schwer zu lösende Aufgabe - zumindest in Abschnitt eins. Zwar trotzt Rothmund mit seiner Schnelligkeit oft genug Geiselhart, aber dennoch gibt Altheims spielender Abteilungsleiter viele Impulse.

Früh steht es 1:0 für die Gäste. Nach neun Minuten geht Schrode nach einem Gulde-Zuspiel auf der linken Seite durch, entwischt Johannes Irmler, der aus dem Zentrum herausgerückt war, nachdem Außenverteidiger Luib nicht rechtzeitig von einem Offensivausflug zurückgekehrt war. Schrode passt halbhoch nach innen, Münst ist schneller als Hornstein, springt in den Ball und drückt das Spielgerät am überraschten Löffler vorbei ins Tor (9.). Es folgt in Halbzeit eins sehr viel Leerlauf auf beiden Seiten.

Platzverweis für Knäpple

Altheim ist am gefährlichsten bei ein, zwei Schrode-Freistößen, Ostrach eigentlich überhaupt nicht. Nur einmal zieht Eisele am langen Eck vorbei (31.). Zwei Minuten später Teil eins des Ostracher Gelb-Rot-Dramas an diesem Abend: Gregor Knäpple verliert den Ball vorne, lässt gegen Fabian Springer den Fuß stehen, der stolpert über das Bein, Schiri Karaüc, bekannt für einen eher lockeren Umgang mit Karten - er hat Knäpple bereits verwarnt - zieht Gelb-Rot (33.).

„Er hat mich getroffen und wenn er Gelb hat...“, wird der regionalligaerfahrene Fabian Springer (SC Pfullendorf, SSV Reutlingen) nach dem Spiel sagen. Platzverweis der Marke. harte Entscheidung, muss man nicht, kann man aber geben.

Aus der Pause kommen elf - unverständlich - ängstlich-zögerliche Altheimer und zehn Jetzt-erst-recht-Ostracher. Nach Vorarbeit Michel und Zimmermann, die mit dem ein einziges Mal unsortiert wirkenden Reuter, der durch seinen Fünfmeterraum geistert, „Such’s Balli“ spielen, kommt Christian Luib aus fünf Metern frei zum Abschluss, drischt das Leder aber drüber (53.). Altheim ist seinerseits zu zögerlich bei Kontern, spielt diese nicht klar aus, trotz Überzahl. Dann pariert Löffler einen Schrode-Freistoß (70.).

Altheim zieht sich nun viel zu weit zurück, spielt seine durchaus vorhandenen Kontersituationen nicht sauber aus. Folglich hat Ostrach die nächste Chance. Der eingewechselte Varady, der zu gefallen weiß, zieht ab, der Ball wird abgefälscht, geht an den Pfosten, Luib will sich schon nach draußen orientieren, sieht aber Michel kommen, der das Leder nicht sauber nach innen spielt, sondern Luib förmlich abschießt (72.). Drei Minuten später haben die Altheimer die Entscheidung auf dem Silbertablett. Geiselhart setzt sich über rechts durch, dribbelt in den Strafraum und wird von hinten von Rothmund zu Fall gebracht. Richtige Entscheidung: Elfmeter. Gegen Ochsenhausen hatte Reck zum zwischenzeitlichen 1:3 verwandelt, doch der - in Ostrach eingewechselt - überlässt Schrode, der den Ball an den Pfosten nagelt (75.).

Ostrach gibt sich nicht auf, Altheim bleibt zu ängstlich. Selbst gegen neun Gegner. Denn fünf Minuten vor dem Ende muss Irmler runter. In der ersten Halbzeit gelbbelastet führt eine Kommunikation mit Schiedsrichter Tolga Karaüc zu Gelb-Rot, bei einem eigenen Freistoß. Er habe nur gesagt: Lass uns jetzt halt Fußball spielen, wird Irmler seine Aussage schildern. Ein Zitat, das von Altheimer Seite nach dem Spiel bestätigt wird. Karaüc betrachtet das wohl als zu großen Eingriff in seine Kompetenzen hinsichtlich der Spielführung und schickt Irmler zum Duschen (85.).

Zuvor hatte er auch den am Samstag als (Einwechselspieler-)Trainer agierenden Simon Kober aus dem Ostracher Coachingduo - Timo Reutter weilte aus beruflichen Gründen in Norwegen - hinter die Bande geschickt. Doch zu neunt haben die Ostracher die wohl beste Chance zum Ausgleich, als Eugen Michel auf Simon Fischer zurücklegt, doch der von der Strafraumgrenze den Ball in den Abendhimmel jagt (88.).

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