Altheim muss auf dos Santos aufpassen

Lesedauer: 5 Min
Martin Schrode (vorne) kehrt gegen Oberzell wohl wieder in die Altheimer Mannschaft zurück.
Martin Schrode (vorne) kehrt gegen Oberzell wohl wieder in die Altheimer Mannschaft zurück. (Foto: Archiv- Thomas Warnack)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur
Christian Metz

Nach zwei Siegen in Folge empfängt Fußball-Landesligist FV Altheim am heutigen Samstag, 15 Uhr, den SV Oberzell. Die Ravensburger Vorstädter sind seit fünf Spielen ungeschlagen, trennten sich am vergangenen Wochenende 2:2 vom FV Ravensburg II.

Doch auch der FV Altheim ist gut drauf. Nach holprigem Start zu Wiederbeginn sind die Grün-Weißen in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Das 5:1 zu Hause gegen den TSV Eschach und zuletzt ein 2:1-Erfolg in Heimenkirch brachten den FV Altheim wieder guter Dinge. „Wir wollen dran bleiben. Nach den vergangenen beiden Spielen und den Punkten wollen wir genau da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben“, sagt Altheims Trainer Zoran Golubovic.

Doch natürlich weiß Golubovic, dass es gegen die Mannschaft von Ex-Profi Achim Pfuderer richtig schwer wird. „Leider fällt Wendelin Spitzfaden aus privaten Gründen aus, Fragezeichen stehen hinter Manuel Butscher, der in Heimenkirch verletzt raus musste, und hinter Fabian Springer“, erläutert der Coach die personelle Situation beim Tabellensechsten. Sowohl Butscher als auch Springer kämpfen mit den Folgen einer Oberschenkelverletzung. „Wir werden erneut die Abwehr umbauen müssen. Aber das sind wir ja gewohnt und das hat die Mannschaft ja bislang auch immer ganz gut kompensieren können“, sagt der Trainer. In den Kader zurückkehren werden aller Voraussicht nach Jonathan Guth und Martin Schrode, sodass der Trainerstab wenigstens so Handlungsspielraum hat.

Für den SV Oberzell findet Zoran Golubovic nur gute Worte. „Sie spielen derzeit sehr konstant, sehr erfolgreich“, lobt der Trainer den Gegner. Er weiß um die starken Spieler der Oberzeller. „Vorne drin steht mit Anderson Gomes dos Santos ein starker Spieler mit sehr guten Fertigkeiten.“ Just jener Stürmer, der das Hinspiel mit seinem Tor entschied. Damals verteidigte Oberzell den Vorsprung 20 Minuten lang in Unterzahl. Und auch am vergangenen Wochenende schlug Gomes dos Santos eiskalt zu, rettete mit seinem 2:2 in letzter Minute das Remis gegen Ravensburg II.

Derweil hat Golubovic - trotz allem - gute Erinnerungen ans Hinspiel. „Wir konnten über weite Strecken gut mithalten. Ich glaube das war zu weiten Teilen ein Spiel auf Augenhöhe.“ Ein Erfolg am Samstag sei nun die Voraussetzung, sich weiter vom Tabellenkeller fernzuhalten. Denn Golubovic weiß natürlich, wie eng es in der Liga zugeht. „Oberzell und Friedrichshafen sind vielleicht die einzigen Mannschaften, die im Niemandsland der Tabelle stehen.“ Ein Blick und es wird klar: Vorne sind drei enteilt. Dann folgen eben Oberzell und Friedrichshafen. Und dann beginnt die breite Zahl der Mannschaften, die gegen den Abstieg spielt. „Du verlierst ein, zwei Spiele und bis hinten. Mittendrin“, sagt der Altheimer Trainer.

Bei Oberzell hat Marco Geßler seine Rotsperre abgesessen. Dafür fällt Daniel Wellhäuser (Bänderverletzung) aus. Eine Alternative könnte Daniel Marin sein, der nach seiner Kehlkopfprellung wieder im Lauftraining ist. Doch Pfuderer warnt vor Altheim, auch wenn er sagt: „Altheim hat eine durchwachsene Heimbilanz – es gibt keinen Grund, uns dort zu verstecken.“ Denn natürlich weiß er, wo die Stärken des Gegners liegen. „Sie schalten unglaublich schnell um. Das bedeutet für uns, dass wir unsere Aktionen zu Ende spielen müssen – dann haben wir Zeit, uns wieder zu organisieren. Ballverluste im Spielaufbau sind gegen Altheim besonders gefährlich.“

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen