Ab Februar darf „Heilbad“ auf dem Ortsschild stehen

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Schwäbische Zeitung

Bei einer Feierstunde ist Bad Saulgau offiziell das Recht verliehen worden, den Titel Heilbad auf den Ortstafeln zu führen. Die Stadt ist damit einer von insgesamt 38 Kurorten im Land, die diese Möglichkeit nutzen können.

„Künftig kann jeder, der nach Bad Saulgau kommt, der in die Stadt fährt, auf den ersten Blick erkennen: Bad Saulgau ist Heilbad. Mich freut es sehr, dass das Kabinett meinem Vorschlag gefolgt ist sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl in Stuttgart. Die Ortstafeln seien oft das erste, das ein Besucher sieht, sie seien sozusagen die Visitenkarte.

Auf Vorschlag von Innenminister Thomas Strobl ermöglichte die Landesregierung im Dezember, dass 38 Kurorte im Land künftig ihre Kurort-Prädikate auf den Ortstafeln an den Ortseingängen führen können. Damit trägt die Landesregierung der Ortsschilderinitiative des Heilbäderverbands Baden-Württemberg Rechnung. Der Verband hatte sich dafür eingesetzt, die Prädikate wie Staatlich anerkanntes Heilbad oder Staatlich anerkannter Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb durch Aufnahme auf die Ortstafeln deutlicher herausstellen und gegenüber Gästen und der Bevölkerung vor Ort besser und umfassender kommunizieren zu können.

Kurorte aus 16 Landkreisen stellen Anträge

„Diese Initiative haben wir gerne aufgegriffen und dem Wunsch entsprochen. Damit können die Kurorte im Land ihre Prädikate deutlicher herausstellen und gegenüber Gästen und der Bevölkerung vor Ort besser und noch sichtbarer werben“, sagte Innenminister Thomas Strobl. Die Landesregierung kann laut Gemeindeordnung auf Antrag an Gemeinden für diese selbst oder für einzelne Ortsteile sonstige Bezeichnungen verleihen, die auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der heutigen Bedeutung der Gemeinden oder der Ortsteile beruhen.

Diese Voraussetzungen sind für die Kurorte im Hinblick auf die staatliche Anerkennung der entsprechenden Prädikate nach dem Gesetz über die Anerkennung von Kurorten und Erholungsorten erfüllt. Titel, die aufgrund allgemeiner kommunalrechtlicher Vorschriften amtlich verliehen worden sind, können wiederum nach dem Straßenverkehrsrecht auf der Ortstafel geführt werden.

Insgesamt hatten 38 Kurorte aus 16 Landkreisen an der Ortsschilderinitiative teilgenommen und einen Antrag auf Verleihung einer ihrem Kurort-Prädikat entsprechenden Zusatzbezeichnung gestellt. Die Landesregierung hat die Zusatzbezeichnungen jeweils mit Wirkung zum 1. Februar verliehen. Ab diesem Tag können die 38 Kurorte die Schilder austauschen.

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