33 Prüflinge haben Meisterbrief in der Tasche

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 Die angehenden Landwirtschaftsmeister aus dem Regierungsbezirk beim Fototermin.
Die angehenden Landwirtschaftsmeister aus dem Regierungsbezirk beim Fototermin. (Foto: RP Tübingen)
Schwäbische Zeitung

Stolz haben sich laut Mitteilung des Regierungspräsidiums Tübingen die insgesamt 33 frischgebackenen Meisterinnen und Meister für den Beruf Landwirt bei der Überreichung ihrer Meisterbriefe durch Regierungspräsident Klaus Tappeser im Stadtforum Bad Saulgau präsentiert. Zu den bestandenen Absolventen gehören Fabian Herm (Zollenreute), Andreas Jekal und Patrick Zimmermann (Bad Waldsee), Philipp Müller und Tobias Sonntag (Bergatreute) sowie Manuel Müller (Ebersbach-Musbach). Als Jahrgangsbester wurde David Kern aus Illmensee ausgezeichnet.

Tappeser zeigte sich begeistert vom hohen Engagement der Prüflinge. Der Meistertitel habe in unserer Gesellschaft nach wie vor einen hohen Stellenwert. Vom Niveau her sei er im Europäischen Qualifikationsrahmen so eingeordnet wie der Bachelorabschluss.

Der Regierungspräsident bedankte sich bei allen, die die gute Aus- und Fortbildung ermöglichen und die jungen Meisterinnen und Meister auf ihrem erfolgreichen Weg zur Prüfung begleitet haben, insbesondere bei den Lehrerinnen und Lehrern der Fachschulen für Landwirtschaft in Biberach und Ravensburg sowie den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern.

In seiner Ansprache hob Tappeser darüber hinaus die markt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen hervor und appellierte: „Nutzen Sie die Chance, die Menschen über Ihre Betriebe zu informieren. Zeigen Sie die Realität und die Produktionsbedingungen. Das Image der Landwirtschaft wird durch Sie geprägt.“ Auf diesem Weg könne die Landwirtschaft zu einem ihrer Leistung und Bedeutung angemessenen Bild in der Öffentlichkeit beitragen.

Neben Fachwissen werden bei der Meisterprüfung Aufgaben aus denjenigen Bereichen geprüft, die in landwirtschaftlichen Betrieben für angestellte Führungskräfte und selbstständige Betriebsleiter zentrale Bedeutung haben. Zu nennen sind insbesondere Betriebswirtschaft, Analysieren von Betriebssituationen, Entwickeln und Umsetzen von Unternehmenszielen und Konzepten, Umsetzen der berufsbezogenen rechtlichen Vorgaben, Anwenden von Instrumenten des Qualitäts- und Kostenmanagements, Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Mitarbeiterführung.

Die Meisterprüfung wird vom Regierungspräsidium Tübingen organisiert und abgehalten. Um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden, ist laut Pressebericht des Regierungspräsidiums ein einschlägiger Berufsabschluss und Berufspraxis notwendig. In der Regel bereiten sich die angehenden Meisterschüler durch den Besuch einer landwirtschaftlichen Fachschule auf die Prüfung vor.

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