Die Kursteilnehmer mit den Obmännern Martin Maier (re., Sigmaringen) und Anton Guth (li., Saulgau) und Svenja Neugebauer (3.v.l
Die Kursteilnehmer mit den Obmännern Martin Maier (re., Sigmaringen) und Anton Guth (li., Saulgau) und Svenja Neugebauer (3.v.l.). (Foto: SRG)
Schwäbische Zeitung

Ein enttäuschtes Fazit des gemeinsamen Schiedsrichterneulingskurses der Gruppen Sigmaringen und Saulgau hat Anton Guth, Obmann der Schiedsrichtergruppe Saulgau und Bezirkschiedrichterobmann (BSO), gezogen. Vor allem die geringe Resonanz in den Vereinen prangert Guth an und damit die Achtung, die das Schiedrichterwesen - speziell im Vorfeld dieses Kurses - aber auch generell erfahre. „Es gibt Vereine in unseren Reihen, die nur einen oder gar keinen Schiedsrichter haben“, sagt Guth.

Von den 39 Vereinen, die zur Schiedsrichtergruppe Saulgau gehörten, hätten sich im Vorfeld gerade mal vier intensiv bemüht, so Guth. Diese nahmen mit fünf Absolventen teil. Nicht besser sieht die Lage in Sigmaringen aus, wo die Kursteilnehmer aus nur zwei Vereinen kommen. „Das stimmt mich sehr, sehr nachdenklich.“ Gleichzeitig mahnt er das Verhalten einiger Vereine an, die selbst nur wenige Schiedsrichter stellten, gegen Schiedsrichter an. Der Kurs ging zwischen dem 1. und dem 18. Juli über die Bühne und wurde an sechs Abenden und zwei Samstagvormittagen abgehalten. Als Schlungsort stand das Sportheim Blochingen zur Verfügung. Alle Teilnehmer haben die Prüfung bestanden. Bester war Pascal Fuchs vom FC Blochingen mit 60 Punkten.

Alle Teilnehmer haben auch den praktischen Teil in Form eines Lauftests über 1600 Meter bestanden, die sie in exakt zwölf Minuten höchstens zurücklegen mussten. Erstmals hielt den Kurs die Friedrichshafener Lehrwartin Svenja Neugebauer aus Friedrichshafen ab. „Sehr gut“, wie Guth befindet. Grund: „Dass alle beim ersten Mal bestehen, zeugt davon, dass sie es geschafft hat, die Grundregeln - auch mit Hilfe des E-Learnings - den Neulingen zu verinnerlichen. Schlussendlich ist jede Gruppe froh, einige Neulinge in ihren Reihen zu haben.“ Guth lobt Neugebauer: „Sie ist für den Kurs fast 1000 Kilometer gefahren.“

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