Über 200 erkunden neuen Themen- und Erlebnisweg

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Die Eröffnung des neuen Themen- und Erlebniswegs „Wasser“ in Bad Saulgau ist am Sonntag auf großes Interesse gestoßen: Über 200 Bürger kamen zum gemeinsamen SZ-Wandertag von Stadtverwaltung, Tourismusbetriebsgesellschaft (Tbg) und Schwäbischer Zeitung, um den neuen Weg zum ersten Mal gemeinsam zu begehen.

Startpunkt der rund drei Kilometer langen Wanderung war der Parkplatz der Fachklinik Höchsten am Siebenkreuzer Weg. In ihrer Begrüßung ging Bürgermeisterin Doris Schröter auf die Geschichte des Projekts ein. Der neue Themen- und Erlebnisweg wird vom EU-Programm Leader gefördert. Ziel sei es, so die Bürgermeisterin, bereits vorhandene und zukünftige Naturattraktionen in der Gemeinde miteinander zu vernetzen. Rudi Multer, Redakteur der Schwäbischen Zeitung, betonte, dass angesichts von derzeit schlechten Nachrichten in Zusammenhang mit Natur- und Umweltschutz wie Insektensterben und Klimawandel, solche Projekte vor Ort umso wichtiger seien. Sie trügen zur Bildung im Bereich Natur- und Umweltschutz bei und könnten somit einen Beitrag zur Bewußtseinsänderung leisten.

Anregung vom Naturschutz

Die Anregung zu diesem Weg sei ursprünglich vom Naturschutz gekommen, betonte der städtische Umweltbeauftragte Thomas Lehenherr. „Auf dem 3,5 Kilometer langen Weg können Tiere und Pflanzen mit Bezug zum Wasser beobachtet werden“, so der Umweltbeauftragte. Für Daniela Hohl, die Geschäftsführerin der Leader-Geschäftsstelle in Altshausen war die Botschaft wichtig, dass die Europäische Union über Leader in den ländlichen Raum investiert.

250 Meter neue Stege

Bei empfindlich niedrigen Temperaturen machten sich die Teilnehmer auf den Weg. Bei flottem Tempo ging es über Holzstege zur Beobachtungsplattform auf dem Biotop bei der Klinik am Schönen Moos und auf den dortigen Abkühlteich für das Thermalwasser. Weiter wanderten die Teilnehmer auf Waldwegen zu dem neu angelegten Matschplatz für Kinder. Hier wird es wohl erst im kommenden Jahr so richtig lebhaft werden, sobald es wieder wärmer wird. Die Teilnehmer passierten die Beobachtungsstation für Wasservögel. Noch im Bau befindet sich ein weiterer Beobachtungssteg. Hier geht es um die Bedeutung des Waldes im Wasserkreislauf. 250 Meter an Holzstegen wurden für den Weg neu angelegt. Ansonsten wurde der neue Tehmen- und Erlebnisweg hauptsächlich auf existierende Waldwege angelegt. 300 Meter Fußweg sind allerdings neu.

Info-Punkt als neues Projekt

Die stattliche Wandergruppe kam schließlich an die Schön-Moos-Hütte. Hier laufen bereits die Planungen für den Info-Punkt, die Thomas Lehenherr vorstellte. „Laut Fachbereich Forst ist dieses Waldstück auch wegen der Nähe zu den Kliniken das meist frequentierte im gesamten Landkreis“, so Lehenherr. Eine solche Einrichtung an dieser Stelle biete sich deshalb an.

Der Info-Punkt soll künftig der Ausgangspunkt für alle Naturthemenpfade sein, so der Umweltbeauftragte. Mitarbeiter werden hier Besucher und Gruppen betreuen. Auch baulich wird sich etwas tun. An die Hütte wird eine Überdachung als Schutz für Gruppen bei Regen angebaut. Außerdem werden Toilettenhäuschen gebaut. Markus Barth von der Tbg betonte die Bedeutung des Naturschutzes: „Das ist ein Riesenthema für den Tourismus.“ Vor allem bei Familien mit Kindern sei beim Urlaubswunsch der Trend zur Bewegung in freier Natur zu erkennen. Zum Aufwärmen bewirtete die Tbg am Ziel mit Glühwein und Punsch. Dazu gab es Lebkuchen.

Mehr Fotos vom SZ-Wandertag finden Sie im Internet unter:

www.schwaebische.de/sz-wandertag2017

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