Pfingstprogramm im Bauernhausmuseum: Vom Schaf bis zur Wolle und zur Mühle

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 Faszinierend im Bauernhausmuseum Wolfegg: der Schäfer mit seinen Hunden.
Faszinierend im Bauernhausmuseum Wolfegg: der Schäfer mit seinen Hunden. (Foto: Bauernhausmuseum)
Schwäbische Zeitung

Am Pfingstmontag, 10. Juni, veranstaltet das Bauernhausmuseum Wolfegg von 10 bis 18 Uhr den „Handarbeitstag mit kleinem Schaftag“. Der Tag ist zugleich „Deutscher Mühlentag“, und so erwarten die Museumsbesucher die drei Themen- und Programmbereiche „Schaf“, „Mühle“ und „traditionelle Handarbeitskunst“.

Vom Schauhüten über das Schafscheren bis zur Verarbeitung der Wolle und den Verkauf von Schafprodukten dreht sich auf dem Museumsgelände alles rund um die Wolle und deren Verarbeitung und um das Schaf als Nutztier. In den Stuben der Häuser lebt alte Handwerkskunst wie Klöppeln, Spinnen oder Sticken auf. Anlässlich des „Deutschen Mühlentages“ ist die über 600 Jahre alte Schachenmühle neben dem Museumsgelände geöffnet.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Hüte-Vorführung mit dem Hüteteam von Jan-René Hartmann: Gemeinsam mit seinen Bordercollies zeigt er um 11 und 15 Uhr, wie er und die Hunde zusammenarbeiten, um die Schafe sicher zu geleiten. Auch der Schafscherer ist im Museum und lässt sich über die Schulter schauen, wenn er die Museumsschafe von ihrer „Winterwolle“ befreit.

Eine Vielzahl von Handarbeitskünsten kann an diesem Tag bestaunt werden – nicht wenige davon sind inzwischen selten geworden. In den Stuben der historischen Gebäude auf dem Museumsgelände wird fleißig gestrickt, gestopft, gestickt und mit dem Spinnrad gesponnen. Ergänzt wird das Angebot mit Ausstellern, die verschiedene Schafprodukte anbieten, deren Bandbreite von Woll- und Filzprodukten bis hin zu Lammfleisch oder Seifen aus Schafsmilch reicht.

Der Pfingstmontag ist auch „Deutscher Mühlentag“. Im Rahmen dieses deutschlandweiten Aktionstages finden auch im Museum Aktionen rund um das Thema „Mühle und Mahlen“ statt. Die Vorallgäuer Oldtimer-Veteranen aus Wolfegg betreiben auf dem Platz vor dem Stadel Hauerz mehrere historische Schrotmühlen, wie sie einst auf jedem Hof in Betrieb waren. Die benachbarte Schachenmühle Rauch ist nur an diesem einen Tag im Jahr für Besucher zugänglich ist. Die Mühle an der Wolfegger Ach findet bereits im 13. Jahrhundert Erwähnung und wurde erst 1957 stillgelegt.

Der älteste Walzenstuhl der Schachenmühle stammt aus dem Jahr 1873 – damals eine gefeierte technische Innovation. Die letzten technischen Veränderungen wurden im Jahr 1937 vorgenommen, als das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt wurde. Der Besitzer der Schachenmühle steht für Fragen zur Verfügung.

Für die jungen Besucher gibt es verschiedenen Mitmachaktionen zum selbst aktiv werden. Außerdem gibt es Märchenerzählungen und Figurentheater für Kinder.

Laut Pressemitteilung bewirten die Landfrauen und verschiedene Vereine die Besucher mit Grillwurst, Dinnete und hausgemachten Kuchen.

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