Die Gartensaison kann beginnen

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 Auch ohne eigenen Garten war ein Bummel durch den frühlingshaften Markt ein echtes Erlebnis.
Auch ohne eigenen Garten war ein Bummel durch den frühlingshaften Markt ein echtes Erlebnis. (Foto: Yvonne Giwitsch)
Yvonne Giwitsch

Seit Jahren schon gehört der „Kräuter- und Blümlesmarkt“ am 1. Mai im Wolfegger Bauernhausmuseum zu den Highlights im Terminkalender der Pflanzen- und Gartenfreunde.

Schon eine Stunde vor der eigentlichen Öffnung füllten sich die Parkplätze zunehmend mehr. Und noch während die Marktbeschicker und Händler mit dem Aufbauen beschäftigt waren, orientierten sich die Leute schon auf dem Gelände, verglichen Qualität und Preise.

Wie in jedem Jahr war ein reges Kommen und Gehen auf dem Museumsgelände, der Parkplatz leerte sich nie wirklich. Kaum verließ ein Auto den Parkplatz, suchte mindestens ein weiteres Fahrzeug eine Parkmöglichkeit. Unermüdlich waren die Ordner im Einsatz, um das drohende Verkehrschaos möglichst gering zu halten.

Auch in diesem Jahr waren eine riesige Vielfalt an Kräutern, Blumen, Sträuchern, Stauden und ausgewiesenen Heilpflanzen für ihren heimischen Garten und Balkon im Angebot. Die Vielfalt an Setzlingen und ausgewachsenen Pflanzen begeisterte die Gartenfreunde, die tatkräftig einkauften, um in den nächsten Tagen die Gartensaison zu eröffnen und fleißig ihre Einkäufe einzupflanzen. Besonders interessant für Naturliebhaber war es, das große Angebot an seltenen und fast vergessenen heimischen Nutz- und Zierpflanzen, die früher in vielen Bauerngärten zu finden waren, zu entdecken.

Auch ohne eigenen Garten war ein Bummel durch den frühlingshaften Markt ein echtes Erlebnis. Verkostungen von Kräuterölen, -salzen oder -essigen, Likören, Senf und Brotaufstriche luden zum Verweilen ein. Naturdüfte, Seifen, Duftöle, Weihrauch lockten zu Schnuppern. Doch auch Gartenkunst, Gartenwerkzeuge, Grills und Feuerkörbe, sogar Gartenbänke aus Holz waren zu finden und zu bestaunen.

Anleitungen zum Bau einer Kräuterspirale oder Führungen rund um das Thema „Bienen“ machten zusätzlich Lust auf das Werkeln im eigenen Garten. Für kleine Pausen gab es drinnen und draußen verschiedene Möglichkeiten zum Ausruhen und zur Stärkung. Mit einem kunterbunten Familienprogramm rund um die Natur lud das Museumsteam zusätzlich ein.

Während im Eingangsbereich die Stände schon kurz nach Marktöffnung von Interessierten dicht umringt waren und blieben, gab es im Museumsdorf Aktionen für Groß und Klein. Mit Begeisterung wurden da unter kindgerechter Anleitung unter anderem Holzblumen bemalt, Weiden geflochten und Kräutersalze gemischt. Für Erwachsene gab es Informationen aus dem breiten Wissensschatz von Hildegard von Bingen rund um die Eigenschaften und die passgenaue Nutzung von Heilkräutern. Durch die Weite des Museumsgeländes verteilten sich die Besucher und wie immer war die Atmosphäre gemütlich und heimelig.

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