Vodafone-Kunden weiter im Funkloch

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 Die Mobilfunkprobleme in Wilhelmsdorf dauern an.
Die Mobilfunkprobleme in Wilhelmsdorf dauern an. (Foto: Andrea Warnecke/dpa)
gut und Herbert Guth

Kunden des Mobilfunkanbieters Vodafone sind in Wilhelmsdorf weiterhin ohne Anschluss. Während die Telekom am 17. Dezember wieder am Netz war, gefolgt am 20. Dezember von Telefónica Germany mit dem O2-Netz, fehlt für Vodafone weiterhin die technische Anbindung an den neuen Funkmasten am Öschweg mit den dortigen modernen Sendeanlagen. Auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ teilte Vodafone-Pressesprecher Volker Petersdorf mit, dass es noch keine Neuigkeiten gibt. „Wir warten weiter darauf, dass die bestellte Leitung zur Anbindung unserer neuen Mobilfunkstation geliefert wird“, erklärte er. Diese Technik muss von Telekom zur Verfügung gestellt werden.

Am 16. Dezember hatte Vodafone noch mitgeteilt, dass über eine vorübergehende Aufstellung einer mobilen Basisstation nachgedacht wird, sollte die notwendige Leitung nicht zeitnah geliefert werden. Auf diese Aussage hin angesprochen erklärte Petersdorf wörtlich: „Wir haben Hinweise, dass die Mietleitung im Januar geliefert wird. Wenn das wirklich in diesem Zeitrahmen bleibt, macht eine mobile Übergangslösung, die ja mit einem Dieselaggregat betrieben werden müsste, keinen Sinn.“

Telefónica-Sprecher Florian Streicher versicherte am Donnerstag auf Anfrage hin, dass die Kunden in Wilhelmsdorf wieder wie gewohnt im O2-Netz telefonieren und ihre mobilen Daten nutzen können. Wörtlich führte Streicher aus: „Unsere Netztechniker konnten die erforderlichen Arbeiten an unserem Mobilfunkstandort vor Weihnachten am 20. Dezember erfolgreich abschließen, sodass unsere Kunden in Wilhelmsdorf seitdem wieder über entsprechend zuverlässigen Mobilfunkempfang verfügen.“

Die Mobilfunkprobleme begannen, als die Sendeanlagen auf dem Gebäude der Gotthilf-Vöhringer-Schule abgeschaltet wurden. Das Hochhaus wird derzeit abgerissen. Anschließend musste die Telekom einräumen, dass es beim Anschluss der Geräte an den neuen Funkmasten hausinterne Missverständnisse gegeben habe.

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