Verdacht: Jugendliche sollen Funken vorzeitig abgefackelt haben

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 18 Stunden zu früh hat der Funken in Pfrungen gebrannt. Das Foto zeigt den qualmenden Aschehaufen. Die Landjugend hat wenige Me
18 Stunden zu früh hat der Funken in Pfrungen gebrannt. Das Foto zeigt den qualmenden Aschehaufen. Die Landjugend hat wenige Meter daneben einen Ersatzfunken aufgebaut. (Foto: Herbert Guth)
Herbert Guth

Der Funken im Wilhelmsdorfer Ortsteil Pfrungen brannte toll, doch leider 18 Stunden zu früh. Wie es auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ beim Polizeipräsidium Konstanz heißt, wurde ein 17-jähriger Mann ermittelt, der als tatverdächtig gilt. Ein weiterer junger Mann müsse noch ermittelt werden, so ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Die Uhr zeigte in der Nacht von Samstag auf Funkensonntag kurz nach eins in der Früh. Im gemütlichen kleinen Festzelt in der Nähe des zuvor aufgestapelten Funkenfeuers am Ortsrand von Pfrungen in Richtung Waldbeuren hatte die Landjugend Pfrungen zur legendären „Warm-up“-Party eingeladen. Warm wurde es, aber anders, als es sich die Funkenbauer vorgestellt hatten. „Der Funken brennt“ schallte der Ruf nach Mitternacht über den Platz.

Die Feuerwehr Pfrungen rückte an, die Polizei war kurz danach zur Stelle. Der mit viel Arbeit erstellte Funken jedoch wurde ein Raub der Flammen. Am Sonntagmorgen dann, so die Beobachtung eines Verantwortlichen der Landjugend, legten zwei Verdächtige „aus der Umgebung“ vor der Polizei ein Geständnis ab. Ob sie sich zuvor auf der Party Mut für die Brandstiftung angetrunken hatten, war zunächst unklar. Ermittelt ist laut Polizei erst einer.

Die Mitglieder der Landjugend Pfrungen aber bewiesen Tatkraft. Alle verfügbaren jungen Leute wurden zusammengetrommelt und ein Ersatzfunken entstand im Verlaufe des Sonntags wenige Meter neben dem Aschehaufen, der noch am Sonntagmittag qualmte. Unser Foto zeigt den qualmenden Resthaufen und links die Arbeiten für den Aufbau des Ersatzfunkens.

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