Missbrauchsopfer sollen sich melden

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Die Geschichte der Kinderheime der Evangelischen Brüdergemeinde in Korntal soll aufgearbeitet werden. Wie die „Schwäbische Zeitung“ am Dienstag berichtete („Missbrauchsopfer sollen schnell entschädigt werden“, Seite 2), haben die Richterin Brigitte Baums-Stammberger und der Professor für Erziehungswissenschaften Benno Hafeneger die Aufklärung der Missbrauchsfälle in Korntal und Wilhelmsdorf übernommen. Jetzt sollen sich Betroffene melden, um in Erfahrung zu bringen, was geschehen ist.

Wie die „Schwäbische Zeitung“ bereits mehrfach berichtet hat, sollen laut Vorwürfen von Opfervertretern zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren Kinder in den Heimen Opfer sexueller, psychischer und körperlicher Gewalt geworden sein. Zu den Tatorten zählt laut Angaben des Netzwerks Betroffenenforum auch das Zeltlager am Lengenweiler See, wo Kinder sexuell missbraucht wurden.

Detlev Zander vom Netzwerk Betroffenenforum, der seine Geschichte öffentlich gemacht hat und damit den Stein ins Rollen gebracht hat, lehnt jedoch die neuen Aufklärer ab. Die zweite Gruppe von Heimopfervertretern, die Arbeitsgemeinschaft Heimopfer, steht allerdings hinter der neuen Aufklärung.

Betroffene sind aufgerufen, sich an die Aufklärerin zu wenden: postalisch an Brigitte Baums-Stammberger, Postfach 110933, 60044 Frankfurt, telefonisch mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr und freitags von 18 bis 19 Uhr unter 0174/7121108, per E-Mail an

aufklaerung.korntal@gmx.de

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