Marcus Sorg unterstützt Waldbühne Zußdorf

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Marcus Sorg (rechts), Assistenztrainer von Fußball-Nationaltrainer Jogi Löw, fördert die Arbeit der Waldbühne in Zußdorf. Es fr
Marcus Sorg (rechts), Assistenztrainer von Fußball-Nationaltrainer Jogi Löw, fördert die Arbeit der Waldbühne in Zußdorf. Es freuen sich über die ideelle Unterstützung Peter Beck (links) und Konrad Abt. Vom 3. bis 6. August wird das Theaterstück (Foto: Herbert Guth)
Schwäbische Zeitung
Herbert Guth

Der Verein Waldbühne Zußdorf mit seinen über 500 Mitgliedern kann stolz auf viele Menschen sein, die die kulturellen Ziele im Ort und in der ganzen Region fördern. Die Waldbühne sieht sich als Verein, der nicht die Kassen, sondern die Herzen der Menschen füllt. Diesem Leitgedanken ist es mit zu verdanken, dass sich in diesem Jahr ein Mann für die Ziele der Waldbühne einsetzt, der vor allem Kennern der Fußballszene ein Begriff ist.

„Als ich Marcus Sorg Anfang des Jahres ansprach, hat er spontan zugesagt, als Unterstützer des Projekts Waldbühne aufzutreten“, erinnert sich Konrad Abt. Der Assistenztrainer von Jogi Löw erläuterte am Samstag in Zußdorf seine Beweggründe, sich in den Dienst der Waldbühne zu stellen. Dass er wenige Tage zuvor in Russland mit dazu beitrug, den Confederations Cup mit der deutschen Fußballnationalmannschaft zu erringen, war sicherlich ein Sahnehäubchen für die Macher der Waldbühne.

Theater ist vom 3. bis 6. August

Der Gesamtverantwortliche Peter Beck und sein Stellvertreter Konrad Abt präsentierten dem Gast aus Neu Ulm die Waldbühnen-Anlage. Hier wird vom 3. bis 6. August das Theaterstück „Waldbus Blues“ aufgeführt. Die Inhalte des Stücks wurden von Thomas Beck erarbeitet, der auch Regie führt. Parallel zum Freilichttheater wird ein kulinarischer Markt geboten.

Marcus Sorg, der 2014 mit der U-19-Nationalmannschaft Europameister wurde, erläuterte im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“, dass er sehr gerne Leute unterstütze, die ehrenamtlich für andere Menschen etwas leisten. „Das ist hier mit der Waldbühne der Fall“, zeigt sich Sorg überzeugt. Er versuche sich bei einigen Projekten zu engagieren, wobei die Anzahl überschaubar bleiben müsse. „Alle Anliegen, die an mich herangetragen werden, können von mir gar nicht abgedeckt werden. Es wäre sonst einfach zu viel.“

Ganz wichtig ist Marcus Sorg der persönliche Kontakt zu den Menschen, die er unterstützen möchte. Zußdorf kennt Sorg bereits seit 2007. Als damaliger Trainer des SSV Ulm besichtigte er den Waldsportplatz und die Infrastruktur, weil er hier ein Trainingslager organisieren wollte. Aus dieser Zeit kennt er Konrad Abt, damals stellvertretender Vorsitzender des SV Zußdorf. Seit dieser Zeit riss der Kontakt zwischen beiden nicht ab. Es gab Telefonate und persönliche Begegnungen bis hin zum jetzigen Engagement für die Waldbühne. Konrad Abt beschreibt Sorg als einen Mann, der transparent und bei allen Aufgaben mit dem Herzen dabei ist. „Er passt zur Waldbühne.“ Peter Beck ergänzt: „Für unsere Mitglieder und Helfer an der Waldbühne ist es wichtig, dass wir mit Marcus Sorg ein Vorbild präsentieren können.“

Parallelen zum Theater

Beim Gedankenaustausch wurde schnell klar, dass es Parallelen zwischen Fußball und Theaterspiel gibt. „Am Schluss aller Anstrengungen steht die geschlossene Mannschaftsleistung.“ Marcus Sorg ergänzte, dass es in allen Bereichen immer um Menschen geht. Ein Trainer habe keine Chancen, wenn er keinen Zugang zu den Spielern findet. Außerdem dürfe der Erfolg nicht nur an einem Ergebnis oder einem Titel gemessen werden. Wichtig sei Kritikfähigkeit und Selbstbewusstsein, beim Fußball – wie im Theater.

Während der Aufführungen im August kann Sorg nicht dabei sein. Er macht Urlaub in Südfrankreich. Zuvor fliegt er nach Moskau, um Anlagen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zu begutachten. Anschließend besucht er die Trainingslager mehrerer Bundesligavereine, bevor die Erholung beginnt. Peter Beck und Konrad Abt machen sich aber schon heute Gedanken darüber, in welcher Form Marcus Sorg später in Zußdorf auftreten kann. Die Zusage, dass er kommen wird, liegt bereits vor.

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