Kiga-Waldgruppe kommt nach Esenhausen

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 Die Bauernwiese am Ortsrand von Esenhausen ist Standort für die neu geschaffene Waldgruppe des Kindergartens Friedenstraße. Das
Die Bauernwiese am Ortsrand von Esenhausen ist Standort für die neu geschaffene Waldgruppe des Kindergartens Friedenstraße. Das Gelände samt Waldstück wird für die Bedürfnisse der Kinder hergerichtet. Außerdem findet hier ein Waldkindergartenwagen seinen Stellplatz. Hauptamtsleiterin Ilona Gering (rechts) und Ann-Kathrin Kraus, Chefin des Amts für Bildung und Gemeindeentwicklung, freuen sich über den Standort. (Foto: Herbert Guth)
Herbert Guth

Viele Kinder werden in der wachsenden Gemeinde Wilhelmsdorf als Segen angesehen. Doch um deren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu erfüllen, müssen Gemeinderat und Verwaltung aktuell und mittelfristig zusätzliche Anstrengungen unternehmen. Entsprechende Beschlüsse wurden am Jahresende gefasst.

Um den dringendsten Bedarf an Kindergartenplätzen abzudecken wird dem Kindergarten Friedenstraße eine neue Waldgruppe angegliedert. Unter verschiedenen möglichen Varianten entschied sich der Rat für ein gemeindeeigenes Grundstück mit Bezeichnung Bauernwiese am nördlichen Rand der Ortschaft Esenhausen. Für diesen Standort sprachen die gute Aufteilung in Wald- und Wiesengrundstück, eine gute Stellfläche für einen Bauwagen sowie Parkmöglichkeiten. Eine Nähe zum direkten Ortskern sei zwar nicht gegeben, ansonsten ist der Standort aber gut erreichbar, führte die Verwaltung bei der Vorstellung der Optionen aus.

Zwischenzeitlich wurde ein örtliches Unternehmen mit dem Bau eines geeigneten Waldkindergartenwagens auf Grundlage eines Bauwagens beauftragt. Der Wagen wird weniger als 50 000 Euro kosten. In dem Gefährt werden die Kinder der Waldgruppe bei sehr schlechtem Wetter Platz finden. Hier können auch Materialien für die pädagogische Arbeit verwahrt werden. Nicht zuletzt sind hier die gesetzlich geforderten Schlafmöglichkeiten für die Zweijährigen einzurichten. Die Finanzierung des Wagens wurde im Nachtragshaushalt gesichert. Derzeit wird intensiv nach qualifizierten Mitarbeiterinnen gesucht, die die Kinder der neuen Waldgruppe betreuen können. Außerdem müssen auf der Bauernwiese die umfangreich vorgeschriebenen Einrichtungen für die Sicherheit der Kinder angebracht werden.

Im nächsten Schritt beschloss der Gemeinderat vom Grundsatz her eine Erweiterung des Kindergartens Friedenstraße. Hier sollen Räume für zwei oder sogar drei weitere Kindergartengruppen errichtet werden. Favorisiert wird eine Leichtbauweise mit viel Holz. Mit der Planung und Erarbeitung der Alternativen samt Kostenermittlung wurde das Ravensburger Architektenbüro „architekturlokal“ beauftragt. Dieses Büro hatte schon die Erweiterung und Modernisierung des Montessorie-Kindergartens an der Gartenstraße begleitet. Da die Gemeinde weitere Baugebiete ausweist und der Zuzug ungebrochen ist, gibt es Tendenzen im Rat in Richtung einer Lösung mit Räumen für gleich drei Gruppen, um für die künftige Entwicklung gewappnet zu sein.

Der Gemeinderat hat im Rahmen der Haushaltsplanung für 2020 für die Schaffung weiterer Kinderbetreuungsplätze insgesamt einen Planansatz in Höhe von 1,6 Millionen Euro gebilligt. An Eigenmitteln wird gerechnet, dass die Gemeinde davon eine Million Euro selbst tragen muss. Gehofft wird unter anderem auf einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock.

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