Heiße Debatte um künftigen Winterdienst

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 Der veraltete Fahrzeugbestand des Bauhofs Wilhelmsdorf bereitet Verwaltung und Gemeinderat Sorgen. Investitionen für notwendige
Der veraltete Fahrzeugbestand des Bauhofs Wilhelmsdorf bereitet Verwaltung und Gemeinderat Sorgen. Investitionen für notwendige Geräte in Höhe von weit über 200 000 Euro stehen in der nächsten Zeit an. Die Finanzierung ist noch völlig offen. Ein Bauhofbedarfsplan ist im Gespräch. (Foto: Herbert Guth)
hegu und Herbert Guth

In der letzten Sitzung des noch amtierenden Willhelmsdorfer Gemeinderates wurde darüber debattiert, wie die Fahrzeugflotte des Bauhofs in Zukunft aussehen soll.

„Wir kauen auf diesem Thema herum wie auf einem zähen Schnitzel“, schilderte Bürgermeisterin Sandra Flucht die seit Monaten andauernden Bemühungen. Zur Vorgeschichte: Ursprünglich standen für den Winterdienst im Bauhof zwei Unimogs zur Verfügung. Ein betagter Unimog wurde verkauft, der andere durch einen MAN-Lastwagen ersetzt. Für den Winterdienst wurde ein zusätzlicher kleiner Mietschlepper vom Maschinenring angemietet. Diese Lösung fiel jetzt weg, weil der Maschinenring nur noch große Schlepper im Angebot hat. Ein passendes Leihfahrzeug von einem Landwirt konnte nicht gefunden werden.

Von der Verwaltung wurden nun vier mögliche Ansätze vorgelegt. Die optimale Lösung wäre der Kauf eines Kommunaltraktors für rund 111 000 Euro. Dafür sprach sich die Belegschaft des Bauhofs aus. Angesichts der anstehenden finanziellen Aufgaben der Gemeinde weiß Bürgermeisterin Flucht jedoch nicht, woher das Geld kommen soll. Die Übergangslösung gebrauchter Unimog aus Horgenzell wurde verworfen. Ebenso bestanden erhebliche Bedenken bei einer Aufrüstung des vorhandenen Allradladers für den Winterdienst.

„Ich möchte den Wunsch des Bauhofs gerne erfüllen. Aber wie sollen wir das alles finanzieren“, brachte Flucht das Dilemma auf den Punkt. Dazu kommt, dass ein weiteres, fast täglich betriebenes Bauhof-Fahrzeug für rund 100 000 Euro ersetzt werden muss. Thomas Schädler: „Wir brauchen nicht nur einen Feuerwehrbedarfsplan sondern auch einen solchen Plan für die Belange des Bauhofs.“ Der Rat war sich einig, dass vor neuen Entscheidungen weitere Zahlen zusammengestellt werden müssen. Vorher könnten keine sinnvollen Beschlüsse gefasst werden, erklärte Andreas Schelshorn.

Also wurde das Rathaus mit Lösungsansatz Nummer vier beauftragt: Die Winterdienstarbeiten werden an einen externen Dienstleister ausgeschrieben. Außerdem soll erkundet werden, mit welchen Kosten ein gebrauchter Kommunaltraktor zu Buche schlagen würde.

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