Zeitreise in das närrische Altdorf

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 Ein Blick auf den Fasnetsumzug im Jahr 1928: An verschiedenen Stationen erfahren die Besucher mehr darüber, wie sich die Weingä
Ein Blick auf den Fasnetsumzug im Jahr 1928: An verschiedenen Stationen erfahren die Besucher mehr darüber, wie sich die Weingärtler Narrenfiguren entwickelt haben. (Foto: Plätzlerzunft Altdorf-Weingarten)
Katharina Koppenhöfer

Die Plätzlerzunft Altdorf-Weingarten und der Förderverein Fasnetsmuseum laden in diesem Jahr zur ersten Stadtführung durch das närrische Weingarten ein. Von der Heimat der Rösslereiter, dem legendären Kreuzwirt Hänsler, über die Maskengarderoben bis zum Plätzlerbrunnen: Über zehn Stationen werden beim Streifzug durch die närrische Geschichte besucht. Die Stadtführung beginnt am Donnerstag, 21. Februar, um 17 Uhr und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Treffpunkt ist vor dem Stadtmuseum am Schlössle in der Scherzachstraße 1.

Hintergründe über das närrische Treiben

Andreas Reutter, Archivar der Plätzlerzunft, wird in die Rolle des Rösslereiters Mathias Sterk schlüpfen. Schon um das Jahr 1825 zog der Zimmermann Sterk als Rösslereiter durch Weingarten, um mit Sprüchen die Fasnet zu verkünden. D’Rapp, wie das Rössle in Weingarten genannt wird, diente dazu, Geld oder Essen für die armen Bewohner der Stadt zu sammeln.

Später führte Sterks Nachbar die Tradition des Rösslereiters fort. Bei der Führung erfahren die Besucher viel über die Sozialgeschichte Weingartens und die Familien, die für die Fasnet ein wichtige Rolle spielten.

An den Originalschauplätzen wird Reutter spannende Geschichten und Hintergründe über das närrische Treiben in Weingarten erzählen und die Fasnet in all ihren Facetten vorstellen. „Bei einer Führung durch Weingarten können wir die Fasnet in der Stadt erlebbar machen. An den Originalschauplätzen können die Zusammenhänge viel besser dargestellt werden“, erklärt Reutter.

Fasnet als zentrales Element für Weingarten

Die Idee für die närrische Stadtführung habe er schon lange gehabt, erzählt Reutter. „Bei dem Rundgang durch die Stadt geht es zum einen um Orte, die für unsere Fasnet wichtig sind oder waren, anderereits soll auch dem Leben einzelner Personen nachgegangen werden, die für die Entwicklung unserer Fasnet prägend waren“, erklärt Reutter. Die Besucher erfahren aber nicht nur, wie die Weingärtler Narrenfiguren entwickelt wurden, sondern auch, woher die verschiedenen Narrensprüche stammen.

Da es die Stadtführung zum ersten Mal gibt, hat die Plätzlerzunft das Angebot in Eigenregie organisiert. Eine Kooperation mit dem Stadtmarketing im nächsten Jahr sei aber nicht ausgeschlossen, so Reutter. „Die Stadt Weingarten bietet viele Themenführungen an. Da die Fasnet ein zentrales Element für Weingarten ist, ergänzt die närrische Stadtführung dieses Angebot“, sagt er. Interessierte können sich per E-Mail unter museum@plaetzlerzunft.de zur närrischen Stadtführung anmelden. Maximal 30 Personen können teilnehmen.

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