Wirtschaftsministerium fördert KI-Projekt mit Weingartener Beteiligung

Lesedauer: 3 Min
Schwäbische Zeitung

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium fördert im Rahmen des Innovationswettbewerbs „KI für KMU“ neun Verbundprojekte im Land für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Darunter ist auch ein Projekt, an dem die Hochschule Ravensburg-Weingarten und die Firma Enerquinn aus Weingarten beteiligt sind.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, liegt das Fördervolumen für das Projekt „KI-basierte Wartungsoptimierung von Blockheizkraftwerken“, an dem außerdem die Hochschule Biberach und das Unternehmen Mondas aus Freiburg mitwirken, bei 276 284 Euro. Das Ziel des Projekts: KI-Methoden sollen zur automatisierten Erkennung von Fehlern und zur vorausschauenden Wartung von Blockheizkraftwerken eingesetzt werden.

„Damit unsere Wirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, brauchen wir gerade im Mittelstand noch mehr ,KI made in BW’. Mit diesem Wettbewerb unterstützen wir gezielt die Entwicklung von erfolgversprechenden KI-Innovationen in unserem Mittelstand“, sagt Nicole Hoffmeister-Kraut. „Unser Ziel ist es, dass insbesondere unsere kleinen und mittleren Unternehmen die Potenziale der KI marktorientiert, schnell und kommerziell erfolgreich nutzen können. Ein Schlüssel hierfür ist die enge Zusammenarbeit innovativer Unternehmen untereinander und mit exzellenten Forschungseinrichtungen.“

Im Rahmen des Wettbewerbs fördert das Ministerium Innovationsprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die KI von der Forschung in die kommerzielle Anwendung bringen sollen und auch Vorbild für andere Unternehmen sein können. Das Ministerium hatte den Innovationswettbewerb von Juli bis Oktober dieses Jahres mit einer maximalen Fördersumme von 300 000 Euro ausgeschrieben. Es gingen 40 Projektanträge ein, an denen insgesamt 100 Firmen aus dem ganzen Land beteiligt waren.

Die neun ausgewählten Projekte starten im Januar 2020 und haben eine Laufzeit von einem Jahr. Sie decken sowohl bei den Anwendungsfeldern als auch bei den Branchen laut Mitteilung eine große Bandbreite ab – vom produzierenden Gewerbe über die Logistik und Automobilbranche bis hin zu Medizin und Biotechnologie. Das Gesamtprojektvolumen der neun geförderten Projekte beträgt 4,1 Millionen Euro. Neben den Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums leisten die beteiligten Unternehmen zusätzlich Eigenbeiträge in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen