Welfentheater kommt mit Krimikomödie in die Linse

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 Aus Spaß am Spiel gibt es mit einer Krimikomödie jetzt ein Winterwelfentheater im Kulturzentrum Linse.
Aus Spaß am Spiel gibt es mit einer Krimikomödie jetzt ein Winterwelfentheater im Kulturzentrum Linse. (Foto: Margret Welsch)
Margret Welsch

Theater begeistert. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Akteure selbst. Deshalb hat sich eine kleinere Abordnung des Welfentheaterensembles unter Leitung zweier Studierender aufgemacht, eine Produktion für den Winter auf die Bühne zu bringen. Im Gegensatz zum eigentlichen Welfentheater, das Weingartner Geschichte aufgreift, ist der Stoff jetzt ein moderner. Die selbstgeschriebene Krimikomödie „Eine Kette von Ereignissen“ läuft am 8. und 9. März im Kulturzentrum Linse. Die Proben laufen auf Hochtouren

Statt Barockengelchen coole Kids. Statt brave Bürgerstöchter gewitzte Privatdetektive. Wer einmal Theaterluft geschnuppert, sich in verschiedenen Rollen ausprobiert und im Applaus gebadet hat, den drängt es immer wieder auf die Bühne. So auch ein Teil der Welfentheatertruppe, die seit bald zehn Jahren unter Leitung von Jutta Klawuhn jeden Sommer das Publikum begeistert mit der Dramatisierung historischer Weingartner Stoffe und Sagen, wie Welfensage oder Stadtgründung. Die theaterfreie Zeit nutzte nun ein 18-köpfiges Team, um ein modernes Stück zu erarbeiten. Wobei die Kinder und Jugendlichen von Weingartner Schulen sich mit Ideen in die Krimikomödie von Mona Bumiller und Benjamin Dietl, Studierende an der Pädagogischen Hochschule, einbringen konnten.

„Es hat uns einfach gereizt auch im Winter etwas zu machen aus Leidenschaft fürs Theater“, sagt Benjamin Dietl. Eine Krimikomödie ist daraus geworden, angelehnt an die „Drei Fragezeichen Kids“. Die Zutaten sind eine reiche Familie, die von Altdorf heißt, aber dann hat es sich auch schon mit historischen Bezügen.

Des Weiteren ein Diebstahl, eine Bande, Polizei und Verhöre und auch die ganz Kleinen spielen eine Rolle. „Das Tolle am Winterwelfentheater ist, dass wir völlig freie Hand haben und dennoch von Jutta Klawuhn und dem Welfentheater unterstützt werden“, freut sich Mona Bumiller. Wichtig ist der Lehramtsstudierenden, das Publikum in das Stück miteinzubeziehen, quasi als Hobbyermittler, so dass es ein lebendiges Theaterspektakel wird. Und auch die jungen Akteure schätzen es, einmal frei von historischem Ballast, in Partyszenen angesagte Typen zu verkörpern.

„Das ist witzig, spannend und komplett anders“, meint Joanna. „Die letzten beiden Male ging es immer um die Basilika. Dieses Mal hat es nichts mit Weingarten zu tun“, ergänzt Lilly. Die Krimikomödie würde eben auch die Jungen interessieren, die nicht soviel mit der Geschichte am Hut haben.

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