Weingartener Konzerte locken mit sehr prominenten Klassik-Stars

Lesedauer: 7 Min
Julia Marre

Das Konzertprogramm im Überblick

26. September: „Talking Drums“, Schlagzeugkonzert, 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

12. Oktober: Johann-Rosenmüller-Jubiläumkonzert mit Ensemble 1684, 20 Uhr in der Basilika

24. Oktober: Frank Bungarten, Gitarrensolo, 20 Uhr im Schlössle

23. November: Bundesjazzorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

28. November: Giuliano Carmignola und die Heidelberger Sinfoniker, 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

15. Dezember: Regensburger Domspatzen, 17 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

25. Januar: Asya Fateyeva und das Stuttgarter Kammerorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

7. Februar: Arabella Steinbacher, Matthias Kirschnereit und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

15. März: Veronika Eberle und die Württembergische Philharmonie Reutlingen, 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

28. März: Khatia Buniatishvili, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

3. Mai: Martin Grubinger und Belgian National Orchestra, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

24. Mai: Bodensee-Festival: Chor der Gaechinger Cantorey und Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken und Kaiserslautern, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

17. Juni: Patricia Kopatchinskaja und das Münchener Kammerorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

- Erst vor wenigen Wochen hat der Vorverkauf für die „Weingartener Spielzeit“ begonnen. Schon sind die ersten Konzerte nahezu ausverkauft – so etwa das Gitarrensolo von Frank Bungarten am 24. Oktober im Schlössle. Aber auch für den Auftritt der gefragten Starpianistin Khatia Buniatishvili ist allein in der ersten Vorverkaufswoche bereits mehr als die Hälfte der Tickets verkauft worden. Über das große Interesse an den Kulturveranstaltungen freut sich Peter Hellmig, Leiter der Abteilung Kultur und Tourismus bei der Stadt Weingarten, sehr.

Von Jazz bis Barock, vom Sinfoniekonzert über Weihnachtslieder bis zum Gitarrensolo, vom Basilika-Konzert bis hin zur Live-Übertragung in den Stadtgarten – sehr vielseitig ist das Programm. Zudem strotzen die Konzerte der „Weingartener Spielzeit“ vor Prominenz und Besonderheiten. „Tatsächlich haben wir immer mehr Superstars im Programm“, sagt Hellmig. Möglich ist das dank einer neuen Konzertpatenschaft und aufgrund der guten Besucherzahlen in der vergangenen Saison: Demnach habe die Auslastung bei 70 bis 80 Prozent gelegen, sagt Hellmig. Und auch für die im September beginnende Spielzeit ist der Kulturamtsleiter zuversichtlich, ein ähnlich großes Publikum erreichen zu können.

„Interessanteste Geigerin überhaupt“

Einen der ganz großen Namen im Programmheft trägt Patricia Kopatchinskaja. „Sie ist eine der interessantesten Geigerinnen überhaupt“, schwärmt Hellmig, dem besonders der musikalische Humor der Violinistin gefällt. „Sie verlässt die Noten, nimmt sich Freiheiten und spielt Mozart so, wie man ihn noch nie gehört hat.“ Ihr Konzert mit dem Münchener Kammerorchester zählt zu den Höhepunkten der Spielzeit.

Einer der Besten seines Fachs ist auch der österreichische Multipercussionist Martin Grubinger. Wenn er im Mai 2020 im Kultur- und Kongresszentrum auftritt, kann das Konzert auch miterleben, wer sich im Stadtgarten aufhält: Geplant ist nämlich erstmals eine Live-Übertragung, die möglichst vielen Zuschauern ein Erleben dieses Konzerts ermöglicht.

Beethovens Neunte zum 250. Geburtstag

Schon seit einigen Wochen ist ein anderer Star in der Stadt präsent: Khatia Buniatishvili, die in Georgien geborene Starpianistin, die die Werbeplakate der Weingartener Spielzeit ziert. Im Beethoven-Jubiläumsjahr spielt sie vier der bekanntesten und beliebtesten Klavier-Sonaten des Komponisten. Und auch Beethovens 9. Sinfonie wird zu seinem 250. Geburtstag in der Welfenstadt erklingen: Für das Konzert des Bodensee-Festivals gastiert die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken und Kaiserslautern – und als Gegenstück führt der Chor der Gaechinger Cantorey Arnold Schönbergs Chorwerk „Friede auf Erden“ auf.

Rosenmüller in der Basilika

Die Musik des Barock-Komponisten Johann Rosenmüller steht bei dem vorerst letzten Konzert auf dem Martinsberg im Mittelpunkt: Anlässlich Rosenmüllers 400. Geburtstags gastiert das Ensemble 1684. Das Besondere an der Musik: „Rosenmüller vereint die Klangprächtigkeit mitteldeutscher Komponisten mit der Leichtigkeit der Italiener“, erklärt Hellmig. Das Konzert wird das letzte sein, das in den kommenden fünf Jahren in der Basilika stattfindet.

Damit, dass der italienische Violinist Giuliano Carmignola zu Gast ist, „erfüllt sich für mich ein lang gehegter Wunsch“, gesteht Peter Hellmig. Carmignola, der zur Leitfigur des barocken Violinstils avancierte, spielt gemeinsam mit den Heidelberger Sinfonikern Werke von Mozart und Haydn. „Der Geiger ist ein Spezialist dafür, wie es damals geklungen haben mag“, erklärt Hellmig.

Vielfach preisgekrönte Musikerin

Bereits auf der Bühne der Hamburger Elbphilharmonie, des Leipziger Gewandhauses und der Berliner Philharmonie stand die Saxofonistin Asya Fateyeva. Mit dem Stuttgarter Kammerorchester konzertiert die vielfach preisgekrönte Musikerin Werke von Liszt, Rachmaninow, Glasunow und Mussorgski.

Einen Bezug zu Weingarten hat ein anderes Konzert: Daniel Beyer, Dirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, ist der Sohn des aus Weingarten stammenden Musikers, Hochschullehrers und Herausgebers Franz Beyer – der für seine Rekonstruktion und Ergänzung des Mozart-Requiems bekannt ist, für die er im Jahr 1983 mit dem Kulturpreis der Städte Ravensburg und Weingarten ausgezeichnet worden ist. Beyer bringt die Violinistin Arabella Steinbacher und den Pianisten Matthias Kirschnereit mit.

„Konzert der Superlative“

Ein weiteres „Konzert der Superlative“, so Hellmig, bestreitet die Violinistin Veronika Eberle. Ihr Auftritt im ausverkauften Salzburger Festspielhaus hat international für Aufmerksamkeit gesorgt – in Weingarten präsentiert sie Brahms‘ „Violinkonzert D-Dur“ gemeinsam mit der Reutlinger Philharmonie, die „zu den zehn besten Orchestern in Deutschland zählt“, ergänzt Hellmig.

In Weingarten nicht unbekannt ist auch das Ensemble „Talking Drums“. „Die Formation der Musikhochschule Stuttgart stellt gleich zu Beginn unserer Spielzeit die Vielfalt der Schlagzeuge vom Barock bis heute vor“, erklärt Hellmig. Die Solistin Marta Klimasara sei „weltweit renommiert“.

Begleitend zu den Konzerten sind etliche Einführungen geplant, die mitunter von den Solisten oder Dirigenten selbst oder aber von Musikspezialisten durchgeführt werden.

Das Konzertprogramm im Überblick

26. September: „Talking Drums“, Schlagzeugkonzert, 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

12. Oktober: Johann-Rosenmüller-Jubiläumkonzert mit Ensemble 1684, 20 Uhr in der Basilika

24. Oktober: Frank Bungarten, Gitarrensolo, 20 Uhr im Schlössle

23. November: Bundesjazzorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

28. November: Giuliano Carmignola und die Heidelberger Sinfoniker, 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

15. Dezember: Regensburger Domspatzen, 17 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

25. Januar: Asya Fateyeva und das Stuttgarter Kammerorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

7. Februar: Arabella Steinbacher, Matthias Kirschnereit und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

15. März: Veronika Eberle und die Württembergische Philharmonie Reutlingen, 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

28. März: Khatia Buniatishvili, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

3. Mai: Martin Grubinger und Belgian National Orchestra, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

24. Mai: Bodensee-Festival: Chor der Gaechinger Cantorey und Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken und Kaiserslautern, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

17. Juni: Patricia Kopatchinskaja und das Münchener Kammerorchester, 20 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum

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