Wieder Leben auf dem Campus: Weingartener Hochschulen kehren zur Präsenzlehre zurück

Das Wintersemester an der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat begonnen.
Das Wintersemester an der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat begonnen. (Foto: RWU)
Markus Reppner
Redakteur

Die Pädagogische Hochschule (PH) in Weingarten und die Hochschule Ravensburg Weingarten (RWU) kehren mit dem Beginn des Wintersemesters 2021/22 in die Präsenz zurück. Nach eineinhalb Jahren Onlinelehre wird der Lehrbetrieb vor Ort wieder aufgenommen. Das teilten beide Pressestellen auf SZ-Anfrage mit.

Das Wintersemester an der RWU startete am vergangenen Montag. „Ja, es ist wieder Leben auf dem Campus und in den Gebäuden“, sagte Christoph Oldenkotte, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der RWU. Für die Hochschule sei das eine gute Nachricht. „Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften stehen wir in besonderem Maß für die Nähe zwischen den Studierenden und den Professoren“, sagte Oldenkotte. „Gerade das hat in Präsenz natürlich eine andere Qualität.“ Und: Die Studierenden begegnen sich wieder persönlich, treffen in Weingarten Menschen aus der ganzen Welt, sie lernen, arbeiten, feiern gemeinsam. Dies sei ein sicher ebenso wichtiger Bestandteil dieses Lebensabschnitts „Studium“.

Mobile Teststation auf dem Campus

Für Lehrveranstaltungen in Präsenz gilt die 3G-Regel sowie Maskenpflicht. Dies ermögliche die Auslastung der Hörsäle ohne Abstandsregel. Tests sind seit dieser Woche nur noch für gewisse Personengruppen kostenlos. Das sind Personen, die jünger als 18 sind, nachweislich nicht geimpft werden können, nachweislich mit einem Impfstoff geimpft wurden, der in der EU nicht zugelassen ist, Personen, die in Quarantäne sind und zur Beendigung dieser einen negativen Test brauchen sowie Personen, die an Studien zu Corona teilgenommen haben. Auf dem RWU-Campus befindet sich eine mobile Teststation von „Gemeinsam neue Wege“ (GnW).

Die Hochschule ist nach der Corona-Verordnung Studienbetrieb laut Oldenkotte zur Überprüfung der Impf-, Genesenen- oder Testnachweise im Rahmen der Lehrveranstaltungen verpflichtet. Diese Überprüfung findet an der RWU in Form von Stichproben von einem externen Dienstleister an den Ein- und Ausgängen statt. Insgesamt sind an der RWU 3830 Studierende eingeschrieben.

Über 50 Prozent der Lehrveranstaltungen in Präsenz

Auch an der PH ist die Freude über die Rückkehr zur Präsenzlehre groß. „Konkret ist das Wintersemester so geplant, dass wir knapp über 50 Prozent der Lehrveranstaltungen in Präsenz anbieten können“, sagte Arne Geertz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing an der PH. Damit das möglich ist, gelten noch eine Reihe von Hygiene-Regeln, zum Beispiel die Maskenpflicht auf dem Hochschulgelände und in den Hochschulgebäuden. Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen benötigen die Studierenden einen 3G-Nachweis. Das Abstandsgebot ist in einigen Veranstaltungen aufgehoben, damit mehr Studierende in Präsenz teilnehmen können. Außerdem muss, wenn der CO2-Gehalt zu hoch ist, regelmäßig gelüftet werden. Messgeräte für die Veranstaltungsräume sind angeschafft.

Prinzipiell könnten alle Studierenden, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind, an Präsenzlehrveranstaltungen teilnehmen. Aber nicht alle Lehrveranstaltungen können auch in Präsenz stattfinden. Größere Vorlesungen, in denen normalerweise 200 und mehr Studierende sitzen, werden nach wie vor als Online-Veranstaltungen angeboten. Es hinge also vom Stundenplan jedes und jeder einzelnen Studierenden ab, wie viele Veranstaltungen er oder sie in Präsenz und wie viele online oder hybrid absolvieren kann.

Unis verzichten auf 3-G-Hörsaalpass

Da die PH laut Geertz weder personell noch finanziell dafür ausgestattet sei, selbst zu testen, müssen die Studierenden die nahegelegenen Testangebote in Weingarten nutzen. In diesem Zusammenhang appelliere die PH an alle Studierenden, die noch nicht geimpft sind, sich impfen zu lassen, um sich selbst und andere zu schützen und ein sicheres Studium mit viel Präsenz zu ermöglichen.

Beide Hochschulen verzichten auf einen Hörsaalpass nach Vorbild der Uni Mannheim. Dies stellt Studierenden nach Vorlage eines 3G-Nachweises einen sogenannten Hörsaalpass aus, der auch digital genutzt wird. Dieser bestätige, dass der 3G-Nachweis zentral vorgelegt wurde, und ermögliche Zutritt zu den Hörsälen. Kontrolliert wird dort anhand von Stichproben - zunächst in einem Modellvorhaben inklusive wissenschaftlicher Begleitung.

Seezeit-Mensa hat geöffnet

Geöffnet hat auch die Mensa auf dem PH-Gelände in der Doggenriedstraße und die Cafeteria des Seezeit Studierendenwerks Bodensee. „Der Verzehr vor Ort ist in unseren Einrichtungen nur möglich, wenn eine 3G-Registrierung durch die jeweilige Hochschule erfolgt ist“, sagt Corinna Voigt, Marketing und Kommunikation bei der Seezeit.

Wer nicht durch die Hochschule registriert sei, werde an den Kassen auf einen gültigen 3G-Nachweis überprüft. Wenn kein gültiger 3G-Nachweis vorhanden ist, darf der Gast den Sitzbereich nicht nutzen, die Speisen aber mitnehmen. Weiterhin finden sich an den Eingängen zu den Sitzbereichen QR-Codes der Luca-App, mit der sich jeder Gast zur Kontaktverfolgung registrieren muss. Die Besucher der Mensen und Cafeterien seien außerdem angehalten, sich an die geltende Maskenpflicht und die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten.

Das könnte Sie auch interessieren

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen