Weingarten kassiert späten Ausgleich

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Weingartens Dumitru Muntean (rechts) gegen Jonathan Hartmann vom FV Weiler.
Weingartens Dumitru Muntean (rechts) gegen Jonathan Hartmann vom FV Weiler. (Foto: christian Metz)
Schwäbische Zeitung
Christian Metz

Der SV Weingarten hat dem FV Rot-Weiß Weiler in der Fußball-Landesliga einen Punkt abgerungen. Es war sogar mehr drin: Bis zur 90. Minute lagen die Weingartener in Führung.

Gegen Weilers starkes Pressing und extrem variables Offensivspiel war Weingartens Taktik auf eine sichere Defensive und schnelles Umschaltspiel ausgerichtet. Einzige Spitze war wieder kein echter Stürmer: Slavisa Dakovic sollte vorne Bälle halten und klug weiterverteilen. Die Partie begann optimal für den SVW: In der vierten Minute dringt Martin Bleile von links in den Strafraum ein, ein Haken, Gegenspieler Jonathan hat kurz den Arm an Bleiles Körper, der fällt – Elfmeter. Kapitän Jakub Jelonek verwandelte sicher.

Weiler war danach klar feldüberlegen und versuchte es auf allen Wegen, die Weingartener Defensive zu knacken: Über die Außen, durch die Mitte, wo Torjäger Mathias Stadelmann kaum auszurechnen war, und aus der Distanz. Die Abwehr des SVW hielt aber dicht und ließ in den ersten 45 Minuten nichts zu. Die besten Chancen hatten in Halbzeit eins klar die Weingartener: Nach einem Ballgewinn von Christian Eicher lief Bleile in der 16. Minute allein auf das Tor zu, schoss aber knapp daneben. Kurz darauf war Neuzugang Dumitru Muntean noch näher dran: Der feine Dribbler ließ drei Gegenspieler stehen, traf dann aber nur den Pfosten. Dakovics Schuss in der 25. Minute lenkte Weilers Schlussmann Andreas Hane gerade noch über die Latte und in der 35. Minute traf Bleile noch einmal das Außennetz.

In Halbzeit zwei übernahm Weiler die Kontrolle ganz. Immer wieder zentral offensiv angetrieben von dem starken Samuel Riegger geriet der SVW arg unter Druck. Besonders die rechte Abwehrseite wackelte zusehends: Hier bereitete Weiler auch die beste Chance vor, als Stadelmann in der 70. Minute nach einer Flanke vorbeiköpfte. Und hier wechselte SVW-Trainer Thomas Gadek denn auch kurz vor Schluss, hatte aber damit Pech: Die einzige Aktion des eingewechselten Felix Böning war ein Foul in der 89. Minute gegen Stadelmann im Strafraum – der Torjäger verwandelte selbst.

Gadek ärgerte sich natürlich über diesen Wechsel und trauerte zudem den Konterchancen der ersten Halbzeit hinterher: „Schade, dass wir uns da nicht belohnt und das zweite Tor gemacht haben.“ Unterm Strich überwog aber das Positive: „Wir haben gegen den Zweiten einen verdienten Punkt geholt.“

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