Weingarten erleidet auswärts einen Rückschlag

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 Die Handballerinnen des TV Weingarten haben ein schwaches Auswärtsspiel hinter sich.
Die Handballerinnen des TV Weingarten haben ein schwaches Auswärtsspiel hinter sich. (Foto: Laura Loewel)
Schwäbische Zeitung

TVW: Pfahl; Bauknecht (7/2), Celahmetovic (6), Schneider (4), Koch (3), Kübler (2), Frankenhauser (2), Meier (1), Karolyi, Komarek, Zimmermann, Borrmann.

Die Weingartener Handballerinnen wollten nach zuletzt zwei wichtigen Erfolgen bei der HSG Hossingen-Meßstetten nachlegen und den dritten Tabellenplatz in der Landesliga verteidigen. Die TVW-Spielerinnen knüpften aber nur selten an die Leistungen der vergangenen Spiele an und verloren verdient mit 25:32 (14:16).

Schon die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Meßstetten war alles andere als optimal. Der TVW verzeichnete unter der Woche eine größere Anzahl an krankheitsbedingten Ausfällen und so war es absehbar, dass die Weingartenerinnen nicht vollbesetzt nach Meßstetten reisen würden. Neben der verhinderten Maike Hämmerle meldeten sich auch Nicola Mayer-Rosa, Nicole Spänle und Johanna Jassniger ab. Auf der Trainerposition musste die ehemalige Spielerin Johanna Koch für den erkrankten Daniel Kühn einspringen.

Dennoch war der zwölfköpfige Kader hochmotiviert, den dritten Sieg in Folge einzufahren. Für den TVW war klar, dass die HSG trotz ihres Tabellenstandes (Neunter) keine einfache Aufgabe werden würde. Zuletzt hatte Hossingen-Meßstetten starke Ergebnisse erzielt, auch im Hinspiel in Weingarten war die HSG couragiert aufgetreten.

Nach zehn Minuten lag der TVW bereits mit 5:8 im Hintertreffen, die Abwehr bekam auf die zwei starken Halbspielerinnen Elena Frey (elf Tore) und Katharina Jesse (zehn Tore) nicht den richtigen Zugriff. In der Abwehr fehlte die Bewegung, die Räume wurden zu wenig verdichtet und obwohl Weingarten versuchte, den Gastgeberinnen frühzeitig entgegenzutreten, gab es zu wenig Kontakt. Den HSG-Spielerinnen wurde es dadurch etwas zu einfach gemacht. Doch auf einmal schien das Spiel zu kippen – denn nach einem 5:0-Lauf führte der TVW plötzlich mit zwei Treffern. Doch die HSG unterband diesen Lauf, schlug wieder zurück und führte zur Pause mit 16:14.

Das Weingartener Trainergespann Johanna Koch/Thomas Brzoska schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn es waren gerade 60 Sekunden gespielt, als Amela Celahmetovic und Stephanie Schneider zum Ausgleich trafen. Kurz darauf führte der TVW sogar mit 18:17. Doch diese starke Startphase war kurz darauf jäh beendet. Von einer auf die andere Sekunde lief beim TVW sowohl im Angriff als auch in der Abwehr nichts mehr. Die Mannschaft wollte in dieser Phase womöglich zu viel, überdrehte und war wie ausgewechselt. Die HSG nutzte dies mit einem 8:0-Lauf zum 25:18 aus.

Von diesem Rückschlag erholten sich die Weingartenerinnen nicht mehr und die HSG hatte das Spiel weitestgehend sicher bis zum 32:25-Endstand im Griff. Die Partie war für den TVW in Summe eine absolute Berg- und Talfahrt, mit zwar starken Phasen, aber zum Teil eben auch mit fehlender Konsequenz und Stabilität im Spiel. Für den TVW gilt es jetzt, das Spiel schnellstens abzuhaken und sich neu zu sammeln. Am Samstag (18 Uhr, Großsporthalle) ist im TV Rottenburg der Tabellenletzte zu Gast. Die TVW-Spielerinnen müssen in dieser Partie wieder konzentriert zu Werke gehen, um im Rennen um die Qualifikationsplätze zur neuen Verbandsliga zu bleiben.

TVW: Pfahl; Bauknecht (7/2), Celahmetovic (6), Schneider (4), Koch (3), Kübler (2), Frankenhauser (2), Meier (1), Karolyi, Komarek, Zimmermann, Borrmann.

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