Von Songcontest bis zur Trachtengilde

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Schon in den vergangenen Jahren war der Münsterplatz in Weingarten beim Komm sehr gut besucht.
Schon in den vergangenen Jahren war der Münsterplatz in Weingarten beim Komm sehr gut besucht. (Foto: Archiv: Derek Schuh)
Oliver Linsenmaier

Mit zahlreichen Bands, einem Poetry Slam, einem Singer-Songwriter-Contest und jede Menge Angeboten für Kinder findet am Freitag und Samstag, 23. und 24. Juni, das dritte Komm-Festival auf dem Münsterplatz in Weingarten statt. Jeweils von 16 bis 24 Uhr wird musiziert, getanzt und gefeiert. Da auch das Wetter gut werden soll und sich das Komm in der regionalen Szene längst etabliert hat, rechnen die Veranstalter des Kulturzentrums Linse mit jeder Menge Besuchern. „Ich merke, dass es sich in der Region herumgesprochen hat. Das Komm ist wirklich angekommen“, sagt Organisatorin Barbara Brugger.

Sehr zufrieden sei sie daher auch mit ihrem Programm, das auf dem großem Interesse der Künstler basiere. Zahlreiche interessierte Bands und Künstler hätten sich bei ihr gemeldet, so dass es in diesem Jahr noch mehr Abwechslung gäbe. „Es hat sich herauskristallisiert, dass das Komm eine Plattform für regionale Bands und Künstler ist“, sagt Brugger. Daher findet am Samstagnachmittag auch ein ein Singer-Songwritercontest mit vier Teilnehmern statt, die sich bereits bei einer Vorauswahl bei Facebook durchgesetzt haben. „Das sind eigentlich alles Studenten vom Martinsberg“, sagt Brugger.

Richtige Wortakrobatik gibt es dann am Samstagabend, wenn der traditionelle Poetry Slam stattfindet. Teilnehmer aus Zürich, Frankfurt, Stuttgart, Bamberg, Wangen und Weingarten machen mit. Im Anschluss daran und als letzter Act des Komm 2017 wird der Weingartener DJ Caspa bis Mitternacht mit seinen Platten 70ies, Funk & Soul und guten Hip Hop auflegen. Zu letzterer Musikrichtung will sich bereits am Freitag die Hip-Hop-Crew „Hypnotic“ des TV Weingarten präsentieren.

Große Bandbreite

Also Kontrastprogramm zeigt sich am Samstagvormittag die interkulturelle Kindertanzgruppe der Altdorfer Trachtengilde. Mit dabei sind auch die „companie paradox“ mit ihrer integrativen Kultur, die Kindertanzschule „DoReMi“, die Aktion „Sofa on tour“ vom Team Jugendarbeit Weingarten und die recht bekannten Improvisationsprofis Improshnikovs“, womit sicher ist: Bandbreite und Vielseitigkeit sind beim Komm 2017 definitiv gegeben. „Wir haben eine hochqualitative Musik- und Theaterszene. Da brauchen wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Alle werden den Münsterplatz rocken.“

Dazu tragen auch die sechs Bands, die aus den verschiedensten musikalischen Richtungen kommen, bei. Sowohl die „Big Band der Weingartener Hochschulen“ als auch die „Double-TT-Big-Band“ werden für jede Menge gute Laune sorgen. Darüber hinaus gibt es deutsche Popmusik mit „Project David“, Klassiker aus Blues und Rock mit „Tuesday Evenenig“ oder afrikanische Rhythmen mit „akume percussion“. Am bekanntesten sind wohl die Planeausters, die mit ihrer Independent-Musik schon durch Amerika getourt sind. „Wir können den Leuten eine internationale Band mit Weingartener Ursprung präsentieren“, sagt Brugger über die Planeuausters.

Viele Angebote für Kinder

Neben der Regionalität setzen die Organisatoren um Brugger auch auf viele Angebote für Kinder, die im Vergleich zu den Vorjahren ausgebaut wurden. So gibt es an beiden Tagen einen Spielplatz mit Lounge-Bereich auf dem kleinen Münsterplatz, der direkt an den großen Münsterplatz angrenzt. Außerdem wird an Freitag und Samstag jeweils um 17 Uhr ein Film im Kinderkino in der Tourist-Information gezeigt. Zudem findet am Samstag ab 10 Uhr ein Street-Soccer-Turnier auf dem Löwenplatz statt. Darüber hinaus werden Workshops, wie das Clown-Mitmach-Theater oder der Kinderzirkus Moskito angeboten. „Da wollen wir dann in den Stadtgarten, wo ein großes Trapez aufgebaut wird, auf dem die Kinder dann ihre Kunststücke üben können“, erklärt Brugger.

Zusätzliche Sicherheit

Sie hat sich im Vorfeld auch mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt zusammengesetzt, um das etwas verschärfte Sicherheitskonzept abzustimmen. Dieses sieht Taschenkontrollen durch den Sicherheitsdienst, Absperrgitter an Zufahrtswegen und Betonblumenkästen für den Münsterplatz in Richtung Abt-Hyller-Straße vor. „Es ist schon für zusätzliche Sicherheit gesorgt“, sagt Brugger, die den Münsterplatz – je nach Veranstaltung – immer wieder bestuhlen lassen will. Bis zu 100 Stühle und einige Bierbankgarnituren stehen bereit. „Wir machen das komplett flexibel“, sagt sie.

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