VHS Weingarten verschiebt Semesterstart auf März

Margret Welsch

Das VHS-Sommersemester 2021 in Weingarten ist das dritte Programm unter Pandemiebedingungen. Mit verlegtem Start auf Mitte März, digital erweiterten Lernmöglichkeiten und Unterricht auch im Freien reagiert die Bildungseinrichtung auf die Corona-Krise und ihre Unwägbarkeiten. Mit 342 thematisch breit gestreuten Veranstaltungen und neuen Formaten kann das Angebot jedoch das Niveau der Vorjahre halten. VHS-Leiter Jürgen Bader blickt trotz allem optimistisch auf das neue Semester und hofft auf viele Präsenzveranstaltungen. Zu den laufenden Fusionsgesprächen mit der VHS Ravensburg (die SZ berichtete) will er sich nicht äußern.

„Wir tun unser Möglichstes, um weiterhin unserem Bildungsauftrag nachzukommen und dabei die Gesundheit unserer Teilnehmer bestmöglich zu schützen“, sagt VHS-Leiter Jürgen Bader. Deswegen wird der Semesterstart von Februar auf 15. März verlegt, damit Kurse nicht gleich wieder unterbrochen werden müssen, wie es schon in den vorigen Semestern der Fall war. Zuletzt Anfang Januar. Die Rückerstattung der Gebühr für ausgefallenen Unterricht läuft.

Das neue Programmheft kommt schön bunt daher, ob Fotos oder die farblich voneinander abgesetzten Fachbereiche. Dazu ein zweispaltiges Format, das die Übersichtlichkeit des Kursangebots verbessert.

Handy-Sammelaktion für guten Zweck

Schwerpunktthema ist „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit der Hauptveranstaltung über die Folgen des Smartphone-Booms. Dazu wird im April eine Handy-Sammelaktion gehören. Der Erlös soll in die Länder fließen, in denen seltene Erden als Handybestandteil abgebaut werden.

Die Pandemie ist auch Treiber für vermehrt digitale Lernangebote. So bei einer Schalte mit Jordanien über gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch werden Yoga- und Sprachkurse sowie Weiterbildung im Berufsleben virtuell angeboten. Einiges davon werde auch nach Corona bleiben, sagt Bader.

Europa als Dauerbrenner

Dauerbrenner bleibt Europa unter anderem mit dem Start der eigenen Reihe „Die EU im Blick“. Den Anfang macht Finnland. Die kostenlose Fortbildungsreihe für Bürgerschaftlich Engagierte wird weitergeführt. Dieses Mal ausschließlich virtuell: ob digitale Treffen im Ehrenamt oder eine Einführung zum Bloggen für den eigenen Verein.

Bei den Fahrten sucht man coronabedingt Nahziele auf, wie das Kloster Kellenried oder die evangelische Stadtkirche. Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl gibt es im Juni eine Gedenkstättenfahrt KZ Oberer Kuhberg und Ulmer Denkstätte Weiße Rose. Eine neue Reihe, die die VHS nun auflegt, und die Einblicke in Berufe quer durch die Gesellschaft geben soll, heißt: „Ein Tag mit … .“ Der Bundestagsabgeordnete Axel Müller wird im Wahljahr den Anfang machen. Weil Opernfahrten derzeit nicht möglich sind, gibt es an drei Abenden Einführungen zu den großen Opern der Musikgeschichte mit Dozent Rainer Hepp, der auch einen Themenabend zur Kulturgeschichte der Maske halten wird.

Interaktive Möglichkeiten schaffen

Bei den Gesundheitskursen werden die Teilnehmerzahlen coronabedingt heruntergefahren oder finden im Freien statt. Was die Integrationskurse betrifft, hält der Trend zu berufsspezifischen Deutschkursen an. Dabei soll das virtuelle Klassenzimmer mit interaktiven Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. Auch in den Fremdsprachen gibt es Online-Angebote. Bezüglich Betriebsbesichtigungen fährt man ebenfalls auf Sicht und bleibt in der Nähe, ob Technisches Hilfswerk oder der CAP-Markt mit den Integrationswerkstätten. Wie man überhaupt die Inklusionskurse nach Corona geschuldeten Absagen wieder neu starten will.

Wichtig auch in Pandemiezeiten die Junge VHS mit Anregungen und Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche: vom Zauber- und DJ-Workshop bis zum Jonglage-Vormittag. Was den etwaigen Umzug der VHS-Geschäftsstelle von der Heinrich-Schatzstraße ins Kornhaus anbelangt (die SZ berichtete), ist das, laut Jürgen Bader, noch Zukunftsmusik und wird in diesem Jahr nicht umgesetzt werden.

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