Vernetzte Produkte werden alltäglicher, Cyberangriffe auch

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 Um Digitalisierung und IT-Sicherheit ging es beim 20. Bodenseeseminar der IHK-Innovations- und Technologieberater in Friedrichs
Um Digitalisierung und IT-Sicherheit ging es beim 20. Bodenseeseminar der IHK-Innovations- und Technologieberater in Friedrichshafen. (Foto: PhotoArt)
Schwäbische Zeitung

Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet der Dinge: Diese Themen stehen bei vielen Unternehmen derzeit ganz oben auf der Agenda, teilt die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) mit. IHK-Innovations- und Technologieberater aus ganz Deutschland diskutierten beim Bodenseeseminar in Friedrichshafen diese und weitere Trends.

Der Einsatz von intelligenten oder vernetzten Produkten werde immer alltäglicher, heißt es. Parallel dazu würden aber auch die Meldungen über Cyberangriffe stetig zunehmen. Sönke Voss, Bereichsleiter IT, Innovation und Technologie bei der IHK Bodensee-Oberschwaben weist in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Verknüpfung von Produkt- und IT-Sicherheit hin: „Während ein klassisches Produkt, für das die Anforderungen an die Produktsicherheit erfüllt wurden, bislang in der Regel auch nach dem Inverkehrbringen sicher war, gilt dies bei vernetzten Produkten nicht mehr uneingeschränkt. Mit Anpassungen in Produktvorschriften oder mit dem europäischen Cybersecurity Act beobachten und begleiten wir als IHK derzeit eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen in Zukunft eine stärkere Verknüpfung von Produkt- und IT-Sicherheit erreicht werden soll.“

Details dieser Veränderungen des Rechtsrahmens sowie die praktischen Auswirkungen für Unternehmen seien deshalb ein zentrales Thema beim jährlichen Weiterbildungstreffen der IHK-Innovations- und Technologieberater, das zum 20. Mal im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen stattfand. Viele Unternehmen, die ihr Portfolio um digitale Produkte erweitern oder ihre Produktionsabläufe automatisieren wollen, würden Unterstützung bei Ideenfindung und Umsetzung benötigen. So seien beim Bodenseeseminar neben gängigen Methoden wie dem Lean Startup oder dem Business Model Canvas auch verschiedene Reifegradmodelle für die Digitalisierung von Produkten oder Produktion diskutiert worden.

Dazu Voss: „Die Digitalisierung ist nicht weniger als eine Zeitenwende für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Um gerade auch in diesem wichtigen Bereich aktuelle Informationen und Unterstützung für Unternehmen vom Innovationsmanagement über Rechtsfragen bis hin zu Fragen der Finanzierung oder des Rechtsschutzes bieten zu können, entwickelt die IHK ihre Angebote und die Qualifizierung ihrer Kundenberater immer weiter. Parallel dazu arbeiten wir bereits an digitalen Assistenten, die künftig einen Teil der Erstberatung abdecken werden.“

Abgerundet wurde das Bodenseeseminar von einer Führung im ZF Forum, wo die Teilnehmer beeindruckende Einblicke in die vom Bodensee aus vorangetriebene Zukunft der Mobilität erhielten.

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