TV Weingarten klettert auf Platz drei

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 Gute Laune herrschte bei den Handballerinnen des TV Weingarten nach dem Sieg in Mössingen.
Gute Laune herrschte bei den Handballerinnen des TV Weingarten nach dem Sieg in Mössingen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

TVW: Spänle; Celahmetovic (10), Schneider (8), Kübler (7), Mayer-Rosa (4), Bauknecht (2/1), Frankenhauser (1), Jassniger, Meier, Zimmermann, Borrmann.

HCL: Khater; Fricker (2), Schnell, H. Sonntag (11/7), Pilz (1), A. Sonntag, Wellmann, Braun, Heilmann (1), Buemann, Heymann (1), Merturi (1).

TSB: Szabo, Wurst; Kunz (5), Steiner, Rodewald (1), K. Fimpel, Hömberger (1), Stieger (8), S. Fimpel (5/1), Ott, Stolze (1), Bentien.

Nach einer dreiwöchigen Pause haben sich die Handballerinnen des TV Weingarten mit einem wichtigen Auswärtssieg zurückgemeldet. Bei der Spvgg Mössingen gewann der TVW mit 32:30 (19:13) und beendete damit seinen kleinen Negativlauf.

Nach den zwei Niederlagen zu Beginn der Rückrunde standen die Weingartenerinnen etwas unter Druck. Dazu ließ Mössingen zuletzt mit starken Ergebnissen aufhorchen – die TVW-Spielerinnen waren also gewarnt. Neben Barbara Koch, Katinka Karolyi und Maike Hämmerle fiel auch noch Torhüterin Jeannette Pfahl aus, der TVW hatte damit in Nicole Spänle nur eine etatmäßige Torhüterin, die aber auch noch angeschlagen war. Dazu fehlte dann auch noch ein Schiedsrichter. Ein Schiedsrichter der Gastgeber sprang ein.

TVW-Trainer Daniel Kühn wollte, dass seine Mannschaft von Beginn an Präsenz zeigt. Und das klappte: Nach gut fünf Minuten traf Sarah Bauknecht per Siebenmeter zum 5:1, das Mössinger Trainergespann nahm bereits frühzeitig eine Auszeit. Die zeigte zunächst aber keine Wirkung, Ann-Kathrin Kübler erhöhte in der 15. Minute mit einem Doppelschlag auf 10:4. Mössingen kam kurzzeitig auf drei Tore heran, doch offensiv ließen die Weingartenerinnen kaum Chancen aus und führten zur Pause mit 19:13.

Das Spiel drohte zu kippen

Nach Wiederanpfiff brachte Amela Celahmetovic (mit zehn Treffern beste Werferin) dem TVW die erste Führung von sieben Toren. Doch in der Folge schlichen sich nun ein paar leichte Fehler im Spielaufbau ein und die Quote vor dem Gehäuse der Gastgeber flachte etwas ab. So konnten die Mössingerinnen über ihr Tempospiel völlig unerwartet mit einem Zwischenspurt auf 21:23 verkürzen. Das Spiel drohte zu kippen, doch Weingarten war die abgezocktere Mannschaft und hatte in Spänle zudem in den entscheidenden Phasen einen starken Rückhalt.

Die Weingartenerinnen zogen wieder auf fünf Tore davon (28:23), wovon sich der Gastgeber nicht mehr so richtig erholte. Mössingen kämpfte bis zum Schlusspfiff aufopferungsvoll, ließ sich auch nicht gänzlich abschütteln, doch der TVW brachte am Ende mit 32:30 den Vorsprung über die Zeit und verbuchte einen wichtigen und aus Sicht von Kühn auch verdienten Auswärtssieg. Durch diesen Erfolg kletterte der TVW erstmals in dieser Saison auf den dritten Tabellenplatz. Diese Platzierung ist aber aktuell nichts mehr als eine Momentaufnahme, denn vier Mannschaften liegen von Platz drei bis sechs nahezu gleichauf.

„Daher ist es für uns immens wichtig, uns unter der Woche erneut akribisch auf das nächste schwere Duell gegen die HSG Langenau/Elchingen vorzubereiten“, sagt TVW-Trainer Kühn. Langenau/Elchingen ist mit 15:13 Punkten Sechster und hat nur zwei Minuspunkte mehr als Weingarten.

Frauen-Bezirksklasse: HCL Vogt – SC Vöhringen 17:19 (8:8). – Erste Niederlage des Jahres für die Vogter Handballerinnen. Gegen Vöhringen musste sich der HCL mit 17:19 geschlagen geben und rutscht in der Tabelle auf Rang acht ab. Allerdings trennen Vogt auch nur zwei Punkte von Platz vier. Wie im Hinspiel entwickelte sich ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich laut Mitteilung nichts schenkten. Beide hatten große Mühe, ihr Angriffsspiel durchzubringen. Fiel mal ein Treffer, gab es postwendend den Ausgleich. In der Pause appellierte Vogts Trainer Manfred Kugel an die Moral und er wollte, dass sich seine Spielerinnen von der aggressiven Spielweise der Gäste nicht den Schneid abkaufen lassen sollten. Die Vogterinnen hielten dagegen und verlangten den im Schnitt drei bis vier Jahre älteren Gästen alles ab. Am Ende setzte sich aber die größere Routine durch. In den entscheidenden Momenten fand Vöhringen oft Lösungen. Für die junge Mannschaft des HCL bleibt dennoch als Erkenntnis, dass man als Aufsteiger gut mithalten kann in der Bezirksliga.

Frauen-Bezirksklasse: TSB Ravensburg – SV Tannau 21:21 (13:9). – Unentschieden sind im Handball nicht an der Tagesordnung. Die Handballerinnen des TSB Ravensburg haben es in der Bezirksklasse nun sogar zum dritten Mal in Folge geschafft, sich mit dem Gegner die Punkte zu teilen. Gegen den Tabellenzweiten SV Tannau spielte Ravensburg zu Hause 21:21 (13:9).

Schon zu Beginn des Spiels zeichnete sich ab, dass es für beide Mannschaften nicht leicht werden würde, sich die zwei Punkte zu holen. Bis zur 13. Minute ließ sich laut Mitteilung kein klarer Unterschied zwischen den beiden Mannschaften ausmachen. Ab dem Stand von 5:7 aus Sicht des TSB leistete sich Tannau aber einige technische Fehler. Ravensburg schaltete schnell um, stand in der Abwehr sicher und zog durch einen 7:0-Lauf auf 12:7 davon. Auch durch ein kurzzeitiges Spiel in doppelter Unterzahl ließen sich die Lady Rams nicht aus dem Spiel bringen und führten zur Pause mit 13:9.

Das Ziel für die zweite Halbzeit war, die Chancenverwertung zu verbessern und kleine Schwachstellen in der Abwehr zu schließen. Dies gelang auch in den ersten fünf Minuten. Anschließend sorgten jedoch weitere Unterzahlsituationen und die bekannten Fehler im Angriffsspiel dafür, dass Tannau in der 55. Minute zum Ausgleich kam. Fast die gesamte verbleibende Spielzeit musste Ravensburg in Unterzahl spielen. Trainer Heino Stieger traf mutige Entscheidungen. Er füllte in Unterzahl den Angriff auf – das bedeutete aber, dass das eigene Tor leer stand. Die Ravensburgerinnen packten ihren gesamten Kampfgeist aus und ließen die Gäste nicht davonziehen. Tamara Stieger bewahrte in dieser Situation einen kühlen Kopf und warf wichtige Tore – die letzten drei für ihr Team, darunter das zum 21:21 anderthalb Minuten vor Schluss.

Auch wenn die Spielerinnen des TSB etwas betrübt über das erneute Unentschieden vom Feld gingen, können sie laut Trainer Heino Stieger trotzdem stolz auf ihre Leistung gegen die Tabellenzweiten sein. Bis dato war Tannau punktgleich mit dem Spitzenreiter MTG Wangen II.

TVW: Spänle; Celahmetovic (10), Schneider (8), Kübler (7), Mayer-Rosa (4), Bauknecht (2/1), Frankenhauser (1), Jassniger, Meier, Zimmermann, Borrmann.

HCL: Khater; Fricker (2), Schnell, H. Sonntag (11/7), Pilz (1), A. Sonntag, Wellmann, Braun, Heilmann (1), Buemann, Heymann (1), Merturi (1).

TSB: Szabo, Wurst; Kunz (5), Steiner, Rodewald (1), K. Fimpel, Hömberger (1), Stieger (8), S. Fimpel (5/1), Ott, Stolze (1), Bentien.

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