Technik kann Spaß machen: 60 Schüler tüfteln mit

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 Julian Spranger und Franziska Preiß moderierten den zweiten Schüler-Brückenbauwettbewerb an der RWU.
Julian Spranger und Franziska Preiß moderierten den zweiten Schüler-Brückenbauwettbewerb an der RWU. (Foto: RWU/Dennis Welge)
Schwäbische Zeitung

Gespannte Blicke, ein Knarren und Knacken – dann ein lauter Knall: Mehr als 60 Schüler aus drei Schulen aus der Region kamen zum zweiten Schüler-Brückenbauwettbewerb an die Hochschule Ravensburg-Weingarten (kurz: RWU von Ravensburg-Weingarten University). Dabei wurden die Brücken von 22 Teams einem Belastungstest ausgesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule.

„Wir müssen den Schülern die Möglichkeit geben, Technik zu gestalten, und diese nicht nur zu konsumieren“, so Professor Thomas Glogowski, Dekan der Fakultät Maschinenbau, zur Motivation, den Brückenbauwettbewerb auszurichten. „Und wir möchten zeigen, was die Hochschule zu bieten hat“, ergänzt Markus Dumschat, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät.

Die Teilnehmerzahlen haben sich in diesem Jahr erhöht – 22 Teams traten mit ihren Konstruktionen zum Belastungstest an. In der Bewertung werden zudem Punkte für das Design vergeben sowie für das Gewicht der Brücke im Verhältnis zu ihrer Belastbarkeit. Unter den Gästen waren nicht nur die stolzen Eltern und Großeltern der Teilnehmer, sondern auch Lehrer, Freunde und Gäste. Gespannt verfolgten sie, wie die Brücken eingespannt wurden, sich langsam bogen, wie die Belastungsanzeige immer weiter nach oben wanderte bis es knackte und die Brücke brach.

Von den Gruppen der Klassen 5 bis 7 konnte das Team, „#nonames are back“ des Gymnasiums Weingarten den Sieg erringen. Sie belegten in allen drei Kategorien den zweiten Platz und holten sich damit souverän den Gesamtsieg. Bei den Klassen 7 bis 10 kam das Team „Schall und Rauch“ auf die ersten Plätze bei der Belastungsprüfung und dem Gewicht. Fürs Design gab es zudem einen zweiten Platz, und somit war dem Team vom Gymnasium Weingarten der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen.

Das umfassende Rahmenprogramm beim Brückenbauwettbewerb begeisterte nicht nur die jungen Gäste. In einem zum Simulator umgebauten Formula Student-Rennwagen konnte man sich als Fahrer virtuell auf die Rennstrecke begeben. Mit einem umgebauten E-Motorrad durften die Kinder auf dem Motorenprüfstand selber Gas geben. Oder sie konnten mit einer VR-Brille ein Fabrikgelände erkunden. „Wir zeigen, dass Technik Spaß macht“, sagt Professor André Kaufmann.

Entstanden ist der Schüler-Wettbewerb aus dem Brückenbauwettbewerb der Studenten, der drei Tage zuvor bereits zum neunten Mal stattgefunden hatte. „Wir wollen zeigen, was wir gelernt haben“ sagt Samuel Wojenek, Fahrzeugtechnik-Student an der RWU. Mit seinem Team „Wulle“ reichte es zum dritten Platz beim Belastungstest. Der Gesamtsieg beim Brückenbauwettbewerb der Studenten ging an das Team „Breaking Bad“. Ihre Brücke hielt einer Belastung von 3246 Tonnen stand.

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