SV Weingarten ist zu Gast bei der Mannschaft der Stunde

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 Der SV Weingarten spielt in der Landesliga beim FV Biberach.
Der SV Weingarten spielt in der Landesliga beim FV Biberach. (Foto: Thorsten Kern)
Christian Metz

Der SV Weingarten tritt am Samstag in der Fußball-Landesliga um 14.30 Uhr beim FV Biberach an. Eine ganz schwere Aufgabe, denn die Biberacher sind in der Liga die Mannschaft der Stunde.

Beide Vereine haben die gleiche Durststrecke hinter sich. 2017 stieg der FV Biberach in die Bezirksliga ab – damals gewannen die Weingartener übrigens beide Duelle gegen den FVB. Ein Jahr später erwischte es auch Weingarten. Beide Mannschaften schafften den direkten Wiederaufstieg, hier trennen sich aber die Wege: Die Biberacher zählten in der Saison nach der Rückkehr als Vierter gleich zu den Topteams der Landesliga IV. Deshalb hatten nicht wenige Biberach vor der laufenden Saison weit vorne auf der Rechnung. Der Start war aber nur mäßig: in den ersten fünf Spielen gelang nur ein Sieg – womöglich auch dem Trainerwechsel geschuldet. Florian Treske hat zu Beginn der Saison das Amt von Dietmar Hatzing übernommen. Mit etwas Anlauf sind die Biberacher um ihren Spielertrainer, der zuletzt in der Innenverteidigung auflief, umso besser in Schwung gekommen. Fünf Siege und ein Unentschieden (2:2 in Ravensburg) gab es in den vergangenen sechs Spielen.

Wer noch nicht an den Aufschwung der Biberacher geglaubt hat, kann spätestens seit dem vergangenen Wochenende nicht anders. Da entthronte Biberach den Tabellenführer VfB Friedrichshafen auf dessen Platz: Zweimal in Rückstand, am Ende noch 4:2 gewonnen, drei Treffer von Torjäger Jonathan Hummler – das sind die Daten der Partie. Noch ein Beweis für die aktuelle Stärke des Treske-Teams? Eine Woche gab es einen 4:0-Sieg gegen den FC Mengen.

Davon kann der SV Weingarten nur träumen. Aktuell stehen die Zeichen beim SVW auf direktem Wiederabstieg. Auf vier Niederlagen ist die jüngste Serie mittlerweile angewachsen. Immerhin: Nach 336 Spielminuten Torflaute gelang den Weingartenern wieder ein Treffer. „Biberach ist der klare Favorit“, sagt SVW-Trainer Nectad Fetic. „Aber natürlich haben wir auch gegen diese Mannschaft unsere Chance.“ Was dafür nötig ist? „Defensiv stehen wir trotz allem gut – das muss uns auch in Biberach gelingen“, meint der Trainer. „Und offensiv brauchen wir mehr gute Torabschlüsse.“ In der Abwehr steht Innenverteidiger Florin Muresan wieder zur Verfügung, offensiv ist Stürmer Patrick Onuoha zurück – beide waren am vergangenen Wochenende privat verhindert. Dafür fehlen in Biberach Mert Cipan und Deepan Theivendrarajah – Dumitru Muntean ist gesperrt, eine Entscheidung über die Dauer der Sperre steht noch aus.

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