Suchhunde im Dauereinsatz
Suchhunde im Dauereinsatz (Foto: Malteser Ravensburg-Weingarten)
Schwäbische Zeitung

Gleich dreimal innerhalb von 24 Stunden ist die Rettungshundestaffel der Malteser Ravensburg-Weingarten ausgerückt. Der dritte Einsatz der ehrenamtlichen Helfer habe nach den ersten beiden nicht lange auf sich warten lassen, heißt es in der Pressemitteilung.

Am Abend des 17. Oktober wurden die „Man-Trailer“ sowie die Führungsgruppe der Malteser um 18 Uhr durch die Leitstelle Bodensee-Oberschwaben nach Friedrichshafen gerufen, wo sie bereits von der Polizei erwartet wurde. Die Lage: Ein 66-jähriger Mann galt seit der Mittagszeit als vermisst, es wurde wegen eines aufgefundenen Abschiedsbriefes von einem Suizidversuch ausgegangen. Nach kurzer Zeit stellte sich nach Angaben der Malteser heraus, dass sich die vermisste Person vermutlich in einem großen Waldstück in der Nähe von Friedrichshafen aufhalten könnte.

Daraufhin wurden zusätzlich die Flächen-Suchhunde der Deutschen Roten Kreuze Ravensburg und Wangen sowie ein Polizeihubschrauber nachgefordert. Christoph Diller, Leiter Einsatzdienste der Malteser sagte: „Die Zusammenarbeit der beiden Rettungsdienste untereinander und mit der Polizei war wie gewohnt reibungslos und professionell.“ Da es sich um einen längeren Einsatz handelte, wurde auch die Schnelleinsatzgruppe „Betreuung“ des DRK Friedrichshafen alarmiert. Die Einsatzkräfte bekamen Kaffee, Tee sowie eine kleine Vesper.

Um Mitternacht wurde laut Mitteilung nach Rücksprache mit der Polizei die Suche erfolglos beendet. Die vermisste Person hätte trotz des erheblichen Suchaufwandes nicht aufgefunden werden können. Über ihr Schicksal sei bis heute nichts bekannt. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte sowie acht Rettungshunde vor Ort, darunter drei geprüfte Suchhunde mit Hundeführern, ein Zugführer, ein Gruppenführer und eine Führungsassistentin der Malteser.

„Die hohe Einsatzbereitschaft ist nicht selbstverständlich und verlangt den Aktiven sehr viel ab. Das ist ein sehr gelungenes Beispiel für gesellschaftliches Engagement, das öffentlich viel zu wenig gewürdigt wird“, meinte Udo Blaseg, Kreisbeauftragter der Malteser.

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