Stadt will Wohnraum für Studenten schaffen

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Wohnraum für Studenten in Weingarten – mittlerweile eine dramatische Situation. Noch nie standen so viele Studienanfänger ohne Zimmer da wie zu Beginn des vergangenen Semesters. „Dabei gibt es viele leer stehende Zimmer und Wohnungen in Weingarten“, sagt Michael Linse, ehemals Leiter des Liegenschaftsamts.

Immobilienmakler nicht gefragt

Häuft wollten die Leute aber nicht vermieten, lieber alleine leben, fürchten den Aufwand und auch die Lebensgewohnheiten der Studenten. Deshalb hat die Stadt nun ein Projekt zur Wohnraumbeschaffung ins Leben gerufen.

Bei dem Modell möchten sich alle melden, die in Weingarten und naher Umgebung vermieten können. Also keine Immobilienmakler, sondern private Anbieter von Wohnraum, der bisher nicht genutzt wird. Die Stadt denkt dabei an Einzelzimmer, Wohnung und Wohngemeinschaften.

An dieser Stelle greift Michael Linse ein. Auf Wunsch nimmt er den Vermietern den Papierkram ab, macht die Mietverträge, guckt sich die Mietbewerber an, prüft soweit möglich, ihren Hintergrund. Kommt es zu einem Mietverhältnis erhält er vom Studenten eine Provision in Höhe von einer halben Monatsmiete. Danach wird der Vermieter aber nicht allein gelassen. Auf Wunsch wickelt die Mietverwaltung Reiner im Anschluss die weitere Bürokratie ab, etwa wo es an Erfahrung fehlt, wo Unkenntnis oder Unsicherheit in Rechtsfragen herrscht. „Wir agieren für beide Parteien“, sagt Harald Reiner. „Wir garantieren den Mietern guten und soliden Wohnraum, bei dem die Qualität und Versorgung stimmt – und wir unterstützen den Vermieter von der korrekten Nebenkostenabrechnung und Abwicklung von Schadensfällen über die Frage nach den nötigen Versicherungen bis hin zur Anbringung von Beschwerden.“

Zudem geht es um Dinge wie Hausordnung, Geldverwaltung und Behördengänge. Was die Mietverwaltung Reiner für ihren Service nimmt.

Die Zeit drängt

Die Zeit für neuen Wohnraum drängt, den die Nachfrage kann das neue Studentenwohnheim der Weißen Rosen nur zu einem kleinen Teil befriedigen.

Oberbürgermeister Markus Ewald: „Wir haben dringenden Bedarf an Wohnraum für Studenten – zum Einen steht uns im Jahr 2012/2013 der doppelte Abiturjahrgang ins Haus; zum Anderen wird es auch aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Bundeswehr mehr Studierende geben.“

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