Stadt Weingarten hat sich erneut für „Demokratie leben“ beworben

Lesedauer: 5 Min
 Mit Geld aus dem Bundesförderprogramm will Weingarten bürgeschaftliches Engagement weiter fördern.
Mit Geld aus dem Bundesförderprogramm will Weingarten bürgeschaftliches Engagement weiter fördern. (Foto: Bernd Wüstneck/dpa)
Schwäbische Zeitung

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird fortgesetzt, und die Stadt Weingarten hat sich bereits dafür beworben. Sollte die Stadt die Förderzusage erhalten, wird sie Geld zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements verteilen können. Vereine und gemeinnützige Einrichtungen können schon jetzt für den Fall, dass Weingarten eine Förderzusage bekommt, Anträge stellen.

Eigentlich wäre das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 2019 nach fünf Jahren Förderzeitraum zu Ende gegangen, teilte die Stadtverwaltung Weingarten mit. Aufgrund des großen Erfolges dieses Projekts habe sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jedoch für eine Fortschreibung um weitere fünf Jahre entschieden.

Die Stadtverwaltung fordert Vereine und gemeinnützige Einrichtungen dazu auf, Förderanträge für eine Bezuschussung aus dem Bundesprogramm für das Jahr 2020 zu stellen. Die Antragsfrist laufe bis zum 31. Oktober 2019. In der Pressemitteilung hat die Stadtverwaltung die wichtigsten Fragen rund um die Projektausschreibung beantwortet.

Was bezweckt „Demokratie leben!“?

Das Bundesprogramm zielt darauf ab, demokratisches Verhalten, bürgerschaftliches Engagement sowie den Einsatz für Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft zu fördern. Sollte die Stadt Weingarten eine Förderzusage für weitere fünf Jahre bis Ende 2024 bekommen, können mit dem Fördergeld Projekte gefördert werden, die Demokratie und Vielfalt stärken. Zusätzlich sieht das Bundesprogramm einen „Jugendfonds“ vor, der extra Geld enthält und vom Jugendgemeinderat der Stadt Weingarten verwaltet würde.

Wer kann Projektanträge stellen?

Anträge können alle gemeinnützigen, zivilgesellschaftlichen Organisationen wie soziale Einrichtungen und Verbände, Kirchen und Vereine stellen.

Was sind die Voraussetzungen für eine Förderung?

Fördervoraussetzung ist die Gemeinnützigkeit des Antragsstellers. Bezuschusst werden können Projekte, die mindestens eines der Ziele der Ausschreibung für das Förderjahr 2020 erfüllen. Die Ziele sind nach Angaben der Stadt Weingarten: Förderung des Demokratieverständnisses innerhalb der Stadtgesellschaft; Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung gegen Diskriminierung, Extremismus und Gewalt gegenüber Minderheiten; Förderung der Vielfalt in der Stadtgesellschaft; Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Weingarten und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Wofür darf Fördergeld verwendet werden?

„Förderfähig sind unter anderem Sach- und Personalaufwendungen zur Durchführung von Aktionen, Veranstaltungen, Fortbildungsmaßnahmen sowie Publikationen“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. „Die Beschaffung von Vermögensgegenständen ist nur in geringerem Umfang zuschussfähig. Pro Maßnahme können in der Regel bis zu 3000 Euro Zuschuss gegeben werden.“ Eine Co-Finanzierung durch die Projektträger sei aus Sicht der Stadt wünschenswert.Alle Projekte des aktuellen Förderaufrufs müssen bis spätestens 31. Dezember 2020 abgeschlossen sein.

Wie stellt man den Antrag?

Die Antragstellung sollte nach Angaben der Stadtverwaltung in schriftlicher Form an die beauftragte Koordinierungs- und Fachstelle – im Fall von Weingarten ist das der Verein Tavir, Gartenstraße 33, 88212 Ravensburg – erfolgen. Das dafür benötigte Formular ist im Internet unter www.vielfaltimschussental.de zu finden. „Die Stadt empfiehlt allen Interessenten, sich im Vorfeld mit den Ansprechpartnern für das Bundesprogramm abzustimmen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Wer entscheidet über die Anträge?

Die eingereichten Anträge werden geprüft und dem Integrationsbeirat der Stadt Weingarten als Begleitausschuss für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zur Entscheidung vorgelegt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen