Sportschützin Lisa Müller auf dem EM-Thron

Sportschützin Lisa Müller mit ihrer Goldmedaille.
Sportschützin Lisa Müller mit ihrer Goldmedaille. (Foto: Jutta Speidel-Müller)
Schwäbische.de

Freude pur und große Erleichterung – im letzten Wettbewerb der Kleinkaliber-Europameisterschaft im polnischen Breslau belohnten sich die Gewehrschützen für ihren großen Aufwand: Jolyn Beer, Anna Janßen und Lisa Müller vom SV Berg bestiegen nach einem 16:12 im Dreistellungs-Teamwettkampf gegen die Tschechische Republik und einer insgesamt hervorragenden Leistung den EM-Thron.

Bundestrainer spricht Müller Mut zu

Im Goldfinale setzte Bundestrainer Claus-Dieter Roth auf Beer im Liegend-, Müller im Kniend- und Janßen im Stehendanschlag. Und die Aufstellung sollte sich bezahlt machen: Beer lieferte konstant zum Teil sehr hohe Zehnerwertungen (14 Zehner bei 14 Schuss), Müller und Janßen taten es ihr annähernd gleich (nur drei beziehungsweise vier Neunerwertungen). Der Start war verheißungsvoll: Nach einem 0:2 gingen die nächsten vier Serien an das deutsche Team. Der tschechische Trainer nahm eine Auszeit, die sich auszahlte. Zwar blieb das DSB-Trio konstant gut, aber die Gegnerinnen schossen nun deutlich höhere Wertungen. Als es plötzlich Ausgleich hieß (10:10), nahm Bundestrainer Claus-Dieter Roth eine Auszeit und sprach vor allem Müller Mut zu, die etwas zögerlich agierte. „Wir hatten vorher besprochen, dass wir nach drei verlorenen Serien in Folge eine Auszeit nehmen, das habe ich gemacht. Lisa schoss ein wenig zögerlich, das habe ich ihr gesagt. Danach hat sie das erfolgreich umgesetzt.“ Die Führung wurde wieder hergestellt (12:10), doch der Ausgleich musste trotz einer 31,6 wieder hergegeben werden (31,8 bei CZE). Damit war das gegnerische Pulver aber verschossen, die nächsten zwei Wertungen gingen an Beer, Müller und Janßen, die sich danach jubelnd in die Arme fielen.

Der Weg in das Finale gestaltete sich zunächst souverän in der ersten Qualifikation: 443 Ringe für Beer, 443 Ringe für Müller, 442 Ringe für Janßen zeigte die Ausgeglichenheit auf höchstem Niveau, die in Summe 1328 Ringe und Platz eins mit einem Vorsprung von neun Ringen machte.

Im Duell der besten acht Teams begannen Beer, Janßen und Müller ganz stark: 293 Ringe nach dem Kniendanschlag bedeutete Platz zwei, 298 Ringe im Liegendschießen katapultierte das deutsche Team mit drei Ringen Vorsprung in die Führungsposition. Dann missriet jedoch der Start im Stehendschießen: Müller begann mit einer acht und auch Beer unterlief im vierten Schuss diese Wertung. Der Vorsprung schmolz, und Janßen rettete mit ihrem letzten Schuss, einer Neun, Rang zwei. Einen Ring hinter den Tschechinnen und ringgleich mit den Norwegerinnen, jedoch mit drei Innenzehnern (46:43) mehr.

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