So sieht der Plan für Merkels Besuch aus

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Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ungefähr eine Stunde in Weingarten verweilen.
(Foto: Thomas Frey)
Nicolai Kapitz

Ab 14 Uhr am Montagnachmittag wird es in Weingarten nicht mehr zu übersehen sein: Die Bundeskanzlerin kommt. Die Abt-Hyller-Straße wird nämlich ab diesem Zeitpunkt voll gesperrt. Die Sicherheit von Angela Merkel und CDU-Kandidat Guido Wolf steht über allem.

Wenn Merkel gegen 17 Uhr ans Mikrofon tritt, wird vor dem Kultur- und Kongresszentrum ziemlicher Trubel herrschen. Der Bundesverband der Milchbauern hat ab 16 Uhr zu einer Demonstration aufgerufen, ebenso Vertreter von Protestorganisationen und Friedensbündnissen. Je nachdem, wie viele Menschen den Aufrufen zu den offiziell angemeldeten Demonstrationen folgen, wird die Abt-Hyller-Straße also eine Ansammlung erleben, wie sonst nur am Welfenfest oder in der Fasnet.

Der Besuch der Bundeskanzlerin in Weingarten wird allerdings von gar nicht allzu langer Dauer sein. Merkel soll um kurz vor 17 Uhr eintreffen, ihr Aufenthalt soll rund eine Stunde dauern. Die Regierungschefin soll sich noch kurz ins Goldene Buch der Stadt Weingarten eintragen, bevor sie mitsamt dem Begleittross weiter muss nach Radolfzell. Dort tritt sie – wenn der Zeitplan eingehalten wird – um 19 Uhr bei einer weiteren Wahlkampfveranstaltung auf.

Für Polizei und Ordnungsamt bedeutet der kurze Kanzlerinnenbesuch einen nicht unerheblichen Aufwand. Die Polizei darf allerdings keine Zahlen veröffentlichen, wie viele Beamte zur Sicherheit der Kanzlerin und zur Überwachung der Demonstrationen tatsächlich im Einsatz sind. Für die unmittelbare Sicherheit der Kanzlerin ist das Bundeskriminalamt mit eigenen Beamten zuständig.

Der Besuch in Weingarten wird Merkels einziger Auftritt in der Region im Vorlauf der Landtagswahl am 13. März sein. Der Besuchstermin fällt in die Hochphase des Wahlkampfes zwischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und seinem CDU-Herausforderer Guido Wolf, der aus Weingarten stammt und bei dem Auftritt Werbung in seiner Heimatstadt machen will. Die wenigen Karten für den Merkel-Besuch waren bereits nach wenigen Tagen vergriffen.

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