Rutschpartie auf Blindenstreifen: Bürger erwägt Klage gegen Stadt Weingarten

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Der Stein beziehungsweise der Streifen des Anstoßes.
Der Stein beziehungsweise der Streifen des Anstoßes. (Foto: Oliver Linsenmaier)

Der Stadtverwaltung ist die Thematik durch den mehrmaligen Briefwechsel mit Herrn Henkel bekannt. Auf Grund der Schreiben wurden Anfang Februar seitens der Stadt die Blindenleiteinrichtungen in der Bahnhofstraße besichtigt. Standardmäßig werden in Weingarten bei Straßenbauarbeiten direkt Blindenleiteinrichtungen aus Betonpflastersteinen mit Rippen oder Noppen eingebaut. Sie sind nahezu eben in die umgebende Fläche eingebettet und haben entsprechend den Eigenschaften von Beton eine raue, rutschhemmende Oberfläche. Bei nachträglich angebrachten Einrichtungen werden DIN-gerechte Kunststoffelemente auf den Asphalt aufgeklebt.

Die Blindenleiteinrichtung in der Bahnhofstraße wurde als erste ihrer Art in Weingarten im Zuge des Umbaus der Bushaltestelle in Abstimmung mit dem Blindenverband ausgeführt. Die Art der Ausführung wurde unter anderem gewählt, da der Wunsch des Blindenverbands berücksichtigt wurde, die Leitlinie über die eigentliche Baumaßnahme hinaus bis zum bereits vorhandenen Fußgängerüberweg zu verlängern. Diese Art der Ausführung ist bis heute, insbesondere bei nachträglich angebrachten Einrichtungen, üblich und DIN-konform. Da die entsprechende DIN (32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum) auch die Oberflächenrauigkeit definiert, ist davon auszugehen, dass auch bei diesen Elementen keine Rutschgefahr besteht.

Der Stadtverwaltung sind diesbezüglich keine weiteren Stellen bekannt.

Eine Nachbearbeitung der Kunststoffelemente ist nicht möglich. Die vorhandene Leiteinrichtung aus Kunststoffelementen komplett durch Betonformteile zu ersetzen, würde einen enormen baulichen und finanziellen Aufwand bedeuten.

Sämtliche Schreiben seitens Herrn Henkel wurden von der Stadt fachlich korrekt beantwortet und ernst genommen.

Der Anlieger haftet nur im Rahmen des Geltungsbereiches der Räum- und Streupflichtsatzung oder wenn ein eigenes schuldhaftes Verhalten vorläge. Falls ein Passant bei Nässe ausrutschen sollte, liegt dies nicht im Haftungsspektrum des Anliegers. (sz)

Eigentlich sollen sie den Menschen helfen. Doch in der Weingartener Bahnhofstraße sind die Blindenstreifen zeitweise extrem rutschig. Das will ein Bürger nicht akzeptieren.

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Der Stadtverwaltung ist die Thematik durch den mehrmaligen Briefwechsel mit Herrn Henkel bekannt. Auf Grund der Schreiben wurden Anfang Februar seitens der Stadt die Blindenleiteinrichtungen in der Bahnhofstraße besichtigt. Standardmäßig werden in Weingarten bei Straßenbauarbeiten direkt Blindenleiteinrichtungen aus Betonpflastersteinen mit Rippen oder Noppen eingebaut. Sie sind nahezu eben in die umgebende Fläche eingebettet und haben entsprechend den Eigenschaften von Beton eine raue, rutschhemmende Oberfläche. Bei nachträglich angebrachten Einrichtungen werden DIN-gerechte Kunststoffelemente auf den Asphalt aufgeklebt.

Die Blindenleiteinrichtung in der Bahnhofstraße wurde als erste ihrer Art in Weingarten im Zuge des Umbaus der Bushaltestelle in Abstimmung mit dem Blindenverband ausgeführt. Die Art der Ausführung wurde unter anderem gewählt, da der Wunsch des Blindenverbands berücksichtigt wurde, die Leitlinie über die eigentliche Baumaßnahme hinaus bis zum bereits vorhandenen Fußgängerüberweg zu verlängern. Diese Art der Ausführung ist bis heute, insbesondere bei nachträglich angebrachten Einrichtungen, üblich und DIN-konform. Da die entsprechende DIN (32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum) auch die Oberflächenrauigkeit definiert, ist davon auszugehen, dass auch bei diesen Elementen keine Rutschgefahr besteht.

Der Stadtverwaltung sind diesbezüglich keine weiteren Stellen bekannt.

Eine Nachbearbeitung der Kunststoffelemente ist nicht möglich. Die vorhandene Leiteinrichtung aus Kunststoffelementen komplett durch Betonformteile zu ersetzen, würde einen enormen baulichen und finanziellen Aufwand bedeuten.

Sämtliche Schreiben seitens Herrn Henkel wurden von der Stadt fachlich korrekt beantwortet und ernst genommen.

Der Anlieger haftet nur im Rahmen des Geltungsbereiches der Räum- und Streupflichtsatzung oder wenn ein eigenes schuldhaftes Verhalten vorläge. Falls ein Passant bei Nässe ausrutschen sollte, liegt dies nicht im Haftungsspektrum des Anliegers. (sz)

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