Reaktivierung des Weingartener Krankenhauses 14 Nothelfer? User haben eine klare Meinung

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Die Nachricht vom vergangenen Freitag, dass Sozialminister Manfred Lucha überlegt, das Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten wegen der Corona-Krise zu reaktivieren, hat für jede Menge Aufsehen gesorgt. Gerade auf den verschiedenen Internetauftritten der „Schwäbischen Zeitung“ wurde das Thema rege kommentiert.

So gab es auf dem Facebook-Kanal Schwaebische.de/Oberschwaben mehr als 190 Likes und rund 60 Kommentare. Allein 36 Mal wurde der Beitrag geteilt. Auf dem überregionalen Facebook-Kanal „Schwaebische.de rund 130 Likes, 28 Kommentar und der Beitrag wurde 24 Mal geteilt. Der Tenor dabei: Zustimmung für die neuen, Kritik an den alten Plänen.

„Ein naheliegender Vorschlag. Das Gebäude dürfte gerade ideal dazu sein, da es ja ein Krankenhausbau ist. Besser als irgendein provisorisches Container-Notfallzentrum auf der grünen Wiese“, schreibt Bernd R. auf Facebook und Evi Z. meint, dass die Betten ja schon da wären. „Sofort aufmachen das Krankenhaus. Das ist wichtig für die Region“, schreibt auch Sebastian J. und spricht dafür vielen Facebook-Usern aus der Seele. Immer wieder tauchen solche oder ähnliche Kommentare auf. Und auch Ines S. teilt diese Meinung. Man sollte freiwillige Pfleger einstellen, fügt sie an. Diese gäbe es genug.

Neben den vielen Zustimmungen stechen auch Kommentare hervor, die die praktische Umsetzung hinterfragen. So stellt Sylvia M. die durchaus berechtigte Frage: „Den Gedanken finde ich gut, doch frage ich mich, wo soll das dazugehörende Pflegepersonal sowohl auch die Ärzte herkommen, die ja auf andere Krankenhäuser ´verteilt´ wurden oder die von sich aus gekündigt haben?“ Das fragen sich auf den verschiedenen Kanälen auch andere Leser.

Späte Erkenntnis.

Doch gibt es auch jede Menge unzufriedene User, wie beispielsweise Nadja G. „Zum Siechenhaus taugt es wieder oder was?“ oder Beate R.: „Späte Erkenntnis. Krankenhaus Schließungen waren doch erwünscht.“ Und auch Martin M. beschwert sich: „Zuerst fährt man das Gesundheitswesen auf ein Minimum herunter, und dann merkt man, dass es im Ernstfall nicht reicht.“ Doch gibt es auch andere User, die für derlei Reaktionen kein Verständnis haben. So schreibt Na D.: „Immer diese Kommentare. Kann ich leider nicht nachvollziehen. Seid einfach froh, dass endlich genügend Maßnahmen ergriffen werden – die werden wir brauchen wenn es soweit ist.“

Peter V. greift auf „Schwaebische.de“ direkt die Politik an: „Da sieht man wieder wie sich die Politik verzockt hat! Krankenhäuser sind zu wichtig und sollten niemals geschlossen werden. Die Politiker brüsten sich mit dem besten deutschen Gesundheitssystem der Welt und schließen dann Krankenhäuser.“ Und auch Lena L. schreibt auf Facebook. „Schade, dass erst Ausnahmesituationen kommen müssen, damit wieder erkannt wird, was wir haben aber nicht schätzen.“

Diesen Ball nimmt Patrick V. ebenfalls auf. Er fordert ein grundlegendes Umdenken in der Gesundheitspolitik: „Vielleicht muss man sich auch einfach mal überlegen, ob man nicht grundsätzlich Geld für eine gute Gesundheitsversorgung auch in der Fläche ausgeben möchte. Spezialisierte Kliniken kann es ja dennoch geben.“ Das sieht Carolin F. ähnlich und fordert, wie auch andere Leser, perspektivisch: „Das wäre eine sehr weise Entscheidung. Aber dann auch auf lassen. Das wäre noch weiser.“

Derweil mahnt Christian M. auf „Schwaebische.de“ zur Eile: „Nicht nachdenken – aufmachen – so schnell wie möglich...“ und Sabine W. schreibt auf Facebook: „Eine sehr sinnvolle Entscheidung, wenn es denn umgesetzt wird. Redet nicht zu lange darüber – handelt endlich!“

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