Punktlose Ostern vergessen machen

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Beim SV Weingarten sind kämpferische Fähigkeiten gefragt: Jakub Jelonek (rechts) gegen Weilers Mathias Stadelmann.
Beim SV Weingarten sind kämpferische Fähigkeiten gefragt: Jakub Jelonek (rechts) gegen Weilers Mathias Stadelmann. (Foto: Christian Metz)
Schwäbische Zeitung
Christian Metz

Der SV Weingarten hat am Freitagabend um 19 Uhr in der Fußball-Landesliga den SV Ochsenhausen zu Gast. Die Weingartener werden alles daransetzen, das Null-Punkte-Osterfest zu vergessen.

Man sagt ja, dass immer weniger Menschen wissen, dass Ostern das Fest der Auferstehung ist. Das gilt nicht für Thomas Gadek. „Eine sportliche Auferstehung – genau das wollen wir angehen“, sagt Weingartens Trainer. „Die beiden Niederlagen gegen Mietingen und Ehingen haben uns wehgetan.“

Es ging beide Male gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga, Gadek beurteilt die Partien aber komplett unterschiedlich: „In Mietingen haben wir einen dieser Tage erwischt, wo du nachher sagst: Wären wir doch lieber im Bett geblieben“, meint der Trainer. „Ähnlich wie der BVB beim 0:6 bei Bayern.“ In Ehingen sei das ganz anders gewesen: „Da haben wir einfach zu wenig aus unseren Chancen gemacht.“

Verheerende Auswärtsbilanz

Unterm Strich bleibt die verheerende Auswärtsbilanz: Auf fremden Plätzen stehen die Weingartener weiterhin bei einem einzigen Punkt. Erklären kann sich das Gadek nicht. 18 Punkte zu Hause, ein Punkt in der Fremde. „Das gibt’s doch gar nicht“, schüttelt der Trainer den Kopf. „Wir fragen uns natürlich auch, wie das sein kann – gerade nach so einem Spiel wie in Mietingen, wo wir alle Gegentore praktisch selbst gemacht haben.“

Das Problem: Die negative Auswärtsbilanz erhöht den Druck für die Heimspiele. Auch für den Freitag stehen die Weingartener wieder enorm unter Spannung, wenn der SV Ochsenhausen im Lindenhofstadion antritt. „Ochsenhausen kommt mit einer breiten Brust zu uns“, mutmaßt Gadek. Die Mannschaft ist ein Phänomen: Ihre vier Punkte des Jahres haben Spielertrainer Oliver Wild und seine Kollegen gegen die Spitzenteams aus Laupheim und Berg geholt, gegen Oberzell, Heimenkirch und Eschach setzte es Niederlagen. Die Hoffnung für den SVW: Seine Punkte holt auch Ochsenhausen vor allem zu Hause, auswärts reichte es gerade mal zu fünf Zählern.

Gadek fordert für die Partie gegen den SVO gerade von seiner Hintermannschaft eine Leistungssteigerung, insbesondere was das Kämpferische anbelangt: „Die Mietinger haben es vorgemacht: Sie sind gegen uns jedem Ball hinterhergerannt, selbst wenn er schon im Aus war.“

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