Offensiv ersatzgeschwächt verliert der SV Weingarten klar

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 Der SV Weingarten (hi. Dominic Mikinac) verlor gegen Bad Schussenried (Yannick Haage).
Der SV Weingarten (hi. Dominic Mikinac) verlor gegen Bad Schussenried (Yannick Haage). (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

SV Weingarten – FV Bad Schussenried 0:4 (0:0). – Tore: 0:1 Bonelli (55., Foulelfmeter), 0:2, 0:3 Wildenstein (64., 68.), 0:4 Baur (84.) – Schiedsrichter: Yagci – Zuschauer: 100 – SVW: Danisan – Margreiter, Böning, Delimar, Endres – Theivendrarajah – Bleile, Lupfer (73. Aktas), Vossler (87.- Sanowski), Bachhofer (44. Mikinac) – Diana (84. Stoll).

Der SV Weingarten hat in der Fußball-Landesliga zu Hause mit 0:4 gegen den FV Bad Schussenried verloren. Als Schussenried in Durchgang zwei das Pressing intensivierte, konnten die offensiv ersatzgeschwächten Weingartener dem nichts entgegensetzen.

Als Fabio Diana in der 83. Minute ausgewechselt wurde, hatte er sich ein Sonderlob verdient. „Seine Mentalität ist wirklich unglaublich“, sagte Weingartens Trainer Thomas Lupfer. „Wenn alle diesen Willen hätten ...“ Unermüdlich hatte Diana den undankbaren Job der einzigen Spitze getan – auch als sein Team längst aussichtslos hinten lag: Immer wieder die Verteidiger anlaufen, von rechts nach links und wieder zurück – in der Hoffnung, dass dem Gegner unter Druck ein Fehler passiert. Das bedeutet: viele Kilometer im Vollsprint – und das meistens vergebens.

Aber nicht immer. In der dritten Minute wurde eine von Dianas Attacken belohnt. Ein Ballgewinn, rechts geht Marcel Bachhofer bis auf die Grundlinie durch, aber die Flanke kann Bad Schussenrieds Torwart Florian Harsch vor Martin Bleile abwehren. Weingarten legte gleich nach: In der siebten Minute, dieses Mal mit Bleile und Lukas Margreiter über links, aber im Zentrum wird Christoph Vossler geblockt.

Aber auch Schussenried war schnell im Spiel: In der neunten Minute hatte der SVW Glück, als Daniel Metzger und Sebastian Wildenstein eine Doppelchance liegenließen und kurz darauf Torjäger Felix Bonelli nur das Außennetz traf. Die Weingartener hatten Mühe, in die Zweikämpfe zu kommen und waren bei einem Seitenwechsel des Gegners immer wieder in Unterzahl. Insbesondere in der Phase bis zur 30. Minute wackelte die Abwehr der Hausherren inklusive Torwart Burak Danisan gewaltig – in der 22. Minute musste Dominik Delimar auf der Linie gegen Bonelli klären. Erst die letzte Viertelstunde von Durchgang eins brachte wieder etwas mehr Sicherheit ins Weingartener Spiel.

Für Durchgang zwei hatte Schussenrieds Trainer die Order ausgegeben, das Aufbauspiel des Gegners noch früher zu stören. Weil zudem die Offensive des SVW fast nie einen Ball festmachen konnte – auch Linksaußen Martin Bleile hatte kaum eine Aktion –, nahm der Druck in Richtung Weingartener Tor immer mehr zu. Das 0:1 war die logische Konsequenz: Danisan legte in der 54. Minute den heranstürmenden Luca Maucher – beim folgenden Elfmeter war der Keeper zwar in der richtigen Ecke, ließ den Ball aber doch ins Tor durchrutschen. Damit war der Bann gebrochen. Ein Doppelschlag der Kategorie sehenswert – erst ein Solo gegen vier Verteidiger, dann ein überlegter Heber – von Wildenstein beendete alle Hoffnungen des SV Weingarten, doch noch Zählbares mitnehmen zu können. Dazu war die Mannschaft vorne auch viel zu harmlos: Harsch bekam in den zweiten 45 Minuten nicht einen Ball zu halten.

„Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit gut dagegengehalten“, meinte Lupfer. „Das 0:1 hat uns das Genick gebrochen – wir hatten nicht die Substanz, um zurückzukommen.“ Und dazu noch Pech, denn beim kurz vor der Pause verletzungsbedingt ausgewechselten Marcel Bachhofer vermutet der SVW-Trainer einen Bänderriss. „Ich bin froh, dass am Mittwoch Patrick Onuoha und Saikou Drammeh wieder zur Verfügung stehen.“

SV Weingarten – FV Bad Schussenried 0:4 (0:0). – Tore: 0:1 Bonelli (55., Foulelfmeter), 0:2, 0:3 Wildenstein (64., 68.), 0:4 Baur (84.) – Schiedsrichter: Yagci – Zuschauer: 100 – SVW: Danisan – Margreiter, Böning, Delimar, Endres – Theivendrarajah – Bleile, Lupfer (73. Aktas), Vossler (87.- Sanowski), Bachhofer (44. Mikinac) – Diana (84. Stoll).

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