New Yorker Illustrator stellt in Weingarten aus

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Für die Ausstellung im April in der Kornhausgalerie brachte Paul Hoppe seine Illustrationen und Comics aus New York mit.
(Foto: Margret Welsch)
Margret Welsch

Aus Oberschwaben in die USA: In Weingarten aufgewachsen ging Paul Hoppe vor zwölf Jahren nach New York, um seinen Master zu machen an der renommierten „School of Visual Arts“. Seither arbeitet er als sehr erfolgreicher Illustrator in der US-Metropole. Im April zeigt eine Ausstellung in der Kornhausgalerie Weingarten Werdegang und Bandbreite seines zeichnerischen Schaffens: von Illustrationen über Comics bis zu Graphic Novels.

Den Weihnachtsurlaub bei seiner Familie in Weingarten hat der 39-Jährige genutzt, um die geplante Ausstellung zusammen mit Kunstprofessor Martin Oswald zu konzipieren. Eine Auswahl der in New York entstandenen Arbeiten der letzten zehn Jahre wird in der städtischen Galerie im Kornhaus zu sehen sein. Darunter originale Zeitungsseiten der New York Times mit Paul Hoppes Illustrationen. Anders als bei uns werden in den USA politische und gesellschaftliche Themen nicht mit Fotos bebildert, sondern mit Zeichnungen.

Comic-Kurse für Schüler

Des Weiteren werden Comics, Kinderbücher und Graphic Novels, illustrierte Romane von Hoppe gezeigt. Gerade ist auf Deutsch im Panini-Verlag sein neues Buch „Peanut“ erschienen. Es wird im Kornhaus eine Leseecke für Kinder mit Hoppes phantastischen wie lustigen Comic-Helden und Geschichten geben. Der preisgekrönte Künstler wird neben der Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Comic-Kurse für Schüler geben. Ein Vortrag wird die Kunst der Graphic Novels beleuchten. An der Kunstschule Ravensburg wird es ebenfalls einen Workshop geben. Und Paul Hoppe wird im Comicladen „Persiflage“ in Ravensburg seine Werke signieren.

1976 ist der gebürtige Pole mit seiner Familie nach Weingarten gekommen. Da war er vier Jahre. Mickey Maus und Asterix waren seine ersten Comic-Helden, brachten ihn auf den Geschmack, auch selbst zu zeichnen. Nach der Realschule in Weingarten ging er aufs Wirtschaftsgymnasium, wo er Gleichgesinnte fand. Mit ihnen brachte er sein erstes Comic-Heft „Pulp“ heraus, in dem er Lokales skurril aufs Korn nahm. In Pforzheim studierte er visuelle Kommunikation. Ein Stipendium ermöglichte dem Spätaussiedlerkind, sein Studium zum Illustrator in New York zu beenden. In den USA, wo Comics einen ganz anderen Stellenwert genießen als bei uns, fand Paul Hoppe eine sehr inspirierende Szene für dieses Genre, die ihn bis heute trägt. Er arbeitet als Comiczeichner, Werbegrafiker und Buchillustrator, verfasst teilweise auch selbst die Texte. Illustrationen für Zeitungen und Storyboards für Animationen runden sein breites Schaffensspektrum ab. Die Werkschau, die im April in die Kornhausgalerie kommt, wurde vor gut zwei Jahren schon im Deutschen Generalkonsulat in New York gezeigt.

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