Neue Kraft in der Weingartener Hospizbewegung

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 Karin Preyer verstärkt das hauptamtliche Team der Hospizbewegung um Dorothea Baur und Carola Zweifel (von links). Michael Wisse
Karin Preyer verstärkt das hauptamtliche Team der Hospizbewegung um Dorothea Baur und Carola Zweifel (von links). Michael Wissert ist der Vorsitzende des Vereins. (Foto: Margret Welsch)
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Die Hospizbewegung Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg hat Verstärkung bekommen. Die Sozialarbeiterin Karin Preyer ist seit erstem Januar Teil des hauptamtlichen Teams um Dorothea Baur. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Koordinierung der Einsätze von Ehrenamtlichen in der Begleitung schwerkranker Menschen und ihrer Angehöriger.

Karin Preyer bringt gute Voraussetzungen für ihre neue Arbeit mit. Die letzten drei Jahre arbeitete die 49-Jährige im klinischen Sozialdienst des Medizin Campus Bodensee in Friedrichshafen, zuletzt im Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten. Auch dort lag ein Schwerpunkt ihres Tuns auf der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen.

Koordination von Einsätzen und Netzwerkarbeit

Neben der Koordination von Einsätzen der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter wird Karin Preyer neben Dorothea Baur und Carola Zweifel auch Netzwerkarbeit betreiben und Kontakt halten zu Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten, Krankenhäusern und Hausärzten. Und auch in der Weiterbildung der Mitarbeiter, in Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit wird Preyer mit ihrer Halbtagsstelle eingesetzt werden. „In diesem Bereich gibt es viel Mehrarbeit“, sagt Diplompädagogin Dorothea Baur, die seit Gründung der Hospizbewegung 2001 mit im Boot ist.

Vor knapp fünf Jahren hat die Hospizbewegung Weingaren in der Vogteistraße 5 eigene Räume bezogen, wo es neben dem Büro auch einen Veranstaltungsraum mit monatlichen Vorträgen zum Lebensende und Begleitung Sterbender gibt. Das Thema werde in der Gesellschaft immer präsenter, sagt der neue Vereinsvorsitzende der Hospizbewegung und emeritierte Hochschullehrer für Soziale Arbeit, Michael Wissert. „Vom Lebensende sind alle betroffen, das geht jeden an.“

Jährlich 60 bis 80 Begleitungen Sterbender

Die Begleitung in der ambulanten wie stationären Hospizarbeit gäbe das Gefühl, am Ende nicht allein gelassen zu werden, sondern einen verlässlichen Partner an der Seite zu haben. Um die 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter sind bei der Hospizbewegung Weingarten derzeit im Einsatz. Sie leisten im Jahr etwa 60 bis 80 Begleitungen Sterbender und ihrer Angehöriger. Ein Dienst, der von den Betroffenen unentgeltlich in Anspruch genommen werden kann.

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