Mit dem AED kann jeder sofort helfen

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Im Kloster Café in Weingarten erklärt ein AED den Hilfeleistenden Schritt für Schritt was zu tun ist.
Im Kloster Café in Weingarten erklärt ein AED den Hilfeleistenden Schritt für Schritt was zu tun ist. (Foto: Leah Billmann)
Leah Billmann

An vielen öffentlichen Plätzen gibt es Defibrillatoren. Dabei handelt es sich um Geräte, die bei Herzrhythmusstörungen, wie zum Beispiel Herzkammerflimmern, Stromstöße abgeben, um den normalen Herzschlag wieder anzuregen. Sogenannte AED (Automatisierter Externer Defibrillator) können aber noch mehr: Sie sprechen und zeigen bildlich, was zu tun ist. Damit können auch Personen, die die jeweilige Sprache nicht verstehen, anhand der Bilder begreifen, was zu tun ist.

Jetzt gibt es einen solchen AED im Kloster-Café in Weingarten. Er wurde von der Bürgerstiftung Weingarten finanziert und gespendet. Das Gerät befindet sich direkt am Eingang des Cafés und erklärt dem Hilfeleistenden Schritt für Schritt, was zu tun ist. „So können auch Laien das lebensrettende Gerät leicht bedienen“, meint Ivan Ivkovic, der den Mitarbeitern des Cafés eine Einweisung gibt. Bei einem Erste-Hilfe-Kurs wird mittlerweile auch das Bedienen eines Defibrillatoren erklärt. Doch auch ohne Vorwissen kann jeder mit dem Defibrillator Leben retten. Trotz der Einfachheit des Geräts zögern viele Unwissende bei der Benutzung. Vor Ort sind aber immer angelernte Mitarbeiter oder sonstige Personen.

Schaltet man den AED ein, bestätigt das Gerät, dass es einsatzbereit ist. Neben der Aufforderung, Ruhe zu bewahren und den Notruf zu wählen, gibt er schrittweise Anweisungen zur Ersten Hilfe, erläutert Ivkovic bei der Einweisung. Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung wechseln sich nach zwei Minuten mit eventuellen Stromstößen ab, bei denen der AED analysiert, ob sie notwendig sind. Um einen Stromstoß abzugeben, muss die Hilfe leistende Person auf einen Knopf drücken. Der Defibrillator kann wie eine Umhängetasche getragen werden. Somit kann auch Patienten, die nicht direkt im Café Hilfe benötigen, schnell geholfen werden. Sollte beispielsweise auf dem Kirchplatz jemand Hilfe benötigen, kann jeder problemlos sofort Erste Hilfe leisten. Der Defibrillator kann aber nicht nur Stromstöße abgeben, sondern kann auch abgelesen werden und somit auch Auskunft über die bisherigen Vorfälle geben, falls ein Arzt oder Sanitäter darüber Bescheid wissen will.

Das Gerät kann bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden. Auch dazu gibt der Defibrillator genaue Anweisungen. Ein Kind, also eine Person bis zu acht Jahren beziehungsweise die nicht schwerer als 25 Kilo ist, wird anders behandelt als ein Erwachsener. Das Gerät gibt auch hier ganz genaue Anweisungen und hat extra eine Kindertaste.

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