Münsterplatz steht vor Neubelebung

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In das Ruthersche Haus am Münsterplatz zieht das Bürgerliche Brauhaus. (Foto: Derek Schu)
Schwäbische Zeitung

Auch einen Tag nach Verkündigung durch Oberbürgermeister Markus Ewald sorgt die Nachricht von der Neunutzung des Ruthersche Haus für große Freude in Weingarten: „Das kann dem Münsterplatz richtig Auftrieb bringen“, sagt etwa Stadtmarketing-Chef Günter Staud und drückt damit wohl die Hoffnung der ganzen Stadt aus, die die mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Fläche endlich auch zu beleben.

Allerdings braucht es Geduld, denn: „Vor 2013 können wir kaum tätig werden, alles andere wäre unrealistisch“, betont Wolfgang Federspiel, Aufsichtsratsvorsitzender des Bürgerlichen Brauhauses, dem Käufer des Gebäudes.

Räuberhöhle hat Vorrang

Das Bürgerliche, unter anderem Eigentümer des Bärengarten in Ravensburg, will erst ein anderes Projekt stemmen, nämlich die traditionelle Räuberhöhle. Dort sei man wesentlich weiter mit den Planungen, bis Ende diesen Jahres soll die Höhle in neuer Optik und mit neuem Konzept eröffnen. Dann kommt das Rutherhaus dran.

Zeit, die es laut Federspiel auch braucht. „Wir stehen ganz am Anfang mit unseren Planungen.“ Sicher ist bisher nur, dass im Erdgeschoss des dreigeschossigen Baus eine Gastronomie entstehen soll mit weitflächigen Außenbereich. Neben einer Gastwirtschaft im Innenbereich, stellt sich das Brauhaus eine Außengastronomie sowohl auf der Nord- wie auch auf der Südseite vor, sprich Bestuhlung auf dem Münsterplatz sowie einen Biergarten hinter dem Gebäude.

Ob es tatsächlich so kommt, sei aber noch ebenso unklar wie das gastronomische Konzept. „Das hängt auch vom Pächter ab, wir sind ,nur‘ die Investoren“, sagt Wolfgang Federspiel. Vorher steht eine Sanierung des alten Gebäudes an, die laut Ferderspiel umfangreich ausfällt und in enger Absprache mit den Denkmalbehörden, mit denen man bereits im Kontakt steht.

„Wir wollen uns für das Projekt Zeit lassen und nicht unter Zugzwang setzen“, sagt der Aufsichtsrats-Chef. Das Konzept will er in Ruhe mit der Stadt Weingarten erarbeiten. „Wir sind uns einig, das dieses Gebäude Weingarten städtebaulich voran bring. Das wäre wünschenswert.“ Wohl wahr.

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