Land fördert Didaktik mit 1,1 Million Euro

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 Hat sich in den vergangenen Monaten deutlich vergrößert: das Didaktik-Team der Hochschule Ravensburg-Weingarten.
Hat sich in den vergangenen Monaten deutlich vergrößert: das Didaktik-Team der Hochschule Ravensburg-Weingarten. (Foto: Dennis Welge)
Schwäbische Zeitung

Oft ist die Rede von den „three missions“, den drei Aufgaben der Hochschulen. Der dritte und jüngste Auftrag lautet, zur Gestaltung der Gesellschaft beizutragen. An zweiter Stelle steht die Forschung. Nummer eins ist und bleibt die Kernaufgabe der Hochschule, nämlich die Lehre. Dass man dieses Feld der Didaktik an der Hochschule in Weingarten als eine wichtige und dynamische Aufgabe ansieht, belegt laut Pressemitteilung der Ausbau des damit befassten Teams in den vergangenen drei Jahren. Nun hat das Land Baden-Württemberg für die kommenden beiden Jahre Mittel in Höhe von rund einer Million Euro genehmigt.

Mit Beginn des Jahres wurde das Didaktikteam weiter ausgebaut. Dies sei ermöglicht worden durch die Bewilligung von drei Projekten aus dem Fonds „Erfolgreich studieren in Baden-Württemberg“.

Damit will das Wissenschaftsministerium insbesondere zur Verbesserung der Auswahlprozesse vor Beginn des Studiums zur Unterstützung des flexiblen Studienstarts und zur Förderung innovativer Lehre beitragen. „Hierfür stellt das Wissenschaftsministerium zwischen 2016 und 2020 gut 100 Millionen Euro für die Landeshochschulen zur Verfügung“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer laut Pressemitteilung.

Auch die Hochschule in Weingarten profitiert von der Mittelvergabe. „Wir haben drei Anträge für drei Förderlinien des Landes gestellt“, erklärt Jochen Weißenrieder, der zusammen mit Martin Preußentanz bereits in den vergangenen zwei Jahren den Kern des Didaktikteams an der Hochschule bildete. „Alle drei Anträge wurden bewilligt und ermöglichen eine Investition von fast 1,1 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren.“

Inhaltlich zielen alle drei Strukturprojekte auf einen ähnlichen Punkt: Es geht um Talente, sie zu identifizieren und zu entwickeln – angefangen bei den Bewerbern, über die Studierenden bis hin zu den Absolventen.

So befasst sich das Projekt „Talentscanner“ etwa mit einem alternativen Zulassungsverfahren, mit welchem die sogenannten Hidden-Talents ohne Beachtung der Hochschulzugangsberechtigungsnote zu einem passenden Studium kommen sollen.

In dem Projekt „Talentwecker“ werden Initiativen, die bereits in den vergangenen Jahren begonnen hatten, mit verändertem Fokus weiterentwickelt. Verteilt auf die vier Fakultäten, steht in projektorientierten Maßnahmen der Studienanfang im Fokus, um gezielt in dieser Phase sowohl die Lehrangebote wie natürlich auch die Ergebnisse der Studierenden zu verbessern.

Das dritte geförderte Strukturprojekt trägt den Namen „T.E.A.- House“ und steht für Talents, Empowerment, Action. Das zentrale Anliegen des T.E.A.-House ist es, so Preussentanz, „fakultätsübergreifendes, projektbezogenes Lehren und Lernen zu unterstützen“. Zu diesem Zweck entstehen sogenannte Lehr-Lern-Labore. Das T.E.A.-House ist also auch ein tatsächlicher Raum, ein Lernlabor, das kreatives Arbeiten und innovatives Denken inspiriert und in dem in interdisziplinären Gruppen reale Probleme externer Kooperationspartner bearbeitet werden.

„Mit der Offensive für projektorientiertes Lernen lässt sich die Kernkompetenz einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Praxisbezug, wunderbar in die Lehre einbringen“, sagt Weißenrieder. „Wir sind stolz auf diese umfangreichen Zusagen und werden sie nutzen, die Lehre an unserer Hochschule kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont Prorektorin Theresia Simon.

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