PH-Studenten des Fachs Kunst haben ihre künstlerischen Abschlussarbeiten ausgestellt – darunter Malereien, Plastiken, Papier- u
PH-Studenten des Fachs Kunst haben ihre künstlerischen Abschlussarbeiten ausgestellt – darunter Malereien, Plastiken, Papier- und Tonarbeiten, Zeichnungen, Fotografien, Installationen und Performances. (Foto: PH Weingarten)
Schwäbische Zeitung

- Der Schlossbau der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) auf dem Martinsberg hat sich am vergangenen Donnerstag in eine Kunstgalerie verwandelt. Wie die PH weiter mitteilt, stellten 16 Studenten des Fachs Kunst ihre künstlerischen Abschlussarbeiten aus – darunter Malereien, Plastiken, Papier- und Tonarbeiten, Zeichnungen, Fotografien, Installationen und Performances. Auch weitere Arbeiten von Kunststudenten waren auf den Schlossbau-Etagen ausgestellt.

In den Arbeiten aus dem zwei- und dreidimensionalen Bereich, den analogen und digitalen Werken spiegelte sich die künstlerische Vielfalt, der Ideenreichtum und die Kreativität der Kunst-Studierenden wider: Da gab es Selbstbildnisse in bildlicher und digitaler Form, als Desoxyribonuclein-Modell oder auch mit verschiedenen nebeneinander aufgereihten Armbanduhren, die das „Ich im Lauf der Zeit“ symbolisierten.

Weiße Bürsten in allen Größenordnungen – von der Massagebürste bis zur Zahnbürste – simulierten eine Homogenität. Fotos zeigten den Blick durch ein Bierglas und vermittelten dadurch ein anderes Sehen. Bunte Handabdrücke auf weißem Papier oder fotografische Gestaltungen mit Pinseln, Kugelschreibern, Lippenstiften und Knöpfen thematisierten die Spurensuche als künstlerische Strategie.

Einige der Studierenden vermittelten mit ihren Arbeiten nicht nur vertiefte Einblicke in Werkprozesse und Bildentstehungen, sie hatten sich zudem individuelle Schwerpunkte gesetzt und diese mit entsprechenden Begleitmaterialien versehen. So waren beispielsweise vier „Zeichnungen der Gegenwart“ zu der Schüler-Umwelt-Bewegung „Fridays for Future“ zu sehen, die unterschiedliche Einzelpersonen einer Demonstration Ende Mai in Ravensburg fokussieren und dem Betrachter Platz lassen, sich geistig neben die Personen zu stellen – gewissermaßen als Appell für ein aktives Umweltschutz-Engagement.

Die in der Ausstellung gezeigten Werke seien Ergebnisse aus Seminaren, in denen die Studierenden verschiedene Sichtweisen von Kunst, unterschiedliche Verfahrenstechniken und Materialien kennengelernt hätten, berichtete Kunstprofessor Martin Oswald, der sich über das große Besucherinteresse freute. Nicht vergessen werden dürfe allerdings, dass die PH keine Kunstakademie sei, gab Oswald zu bedenken. „Die Ausbildung an unserer PH soll die Studierenden vielmehr dazu befähigen, das Fach Kunst in seiner ganzen Breite zu unterrichten und die Liebe zur Kunst an die Schüler weiterzugeben.“

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