Kinder und Jugendliche pflanzen Bäume

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 Mehr als siebzig Kinder und Jugendliche aus Weingarten, Ravensburg, Bodnegg, Baienfurt und Friedrichshafen machen sich stark fü
Mehr als siebzig Kinder und Jugendliche aus Weingarten, Ravensburg, Bodnegg, Baienfurt und Friedrichshafen machen sich stark für Klimaschutz. (Foto: Schellinger KG)
Schwäbische Zeitung

Unter dem Motto „stop talking, start planting“ ging es für Kinder aus der Umgebung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten um die Klimakrise. In Vorträgen und Workshops wurden sie zu Botschaftern der Klimagerechtigkeit ausgebildet, schreibt das veranstaltende Unternehmen Schellinger in einer Mitteilung. Die Geschäftsbereiche von Schellinger sind Holzpellets, Lagertechnik und Tierfutter.

Am Samstagmorgen trafen in der PH Weingarten mehr als siebzig Kinder und Jugendliche aus Weingarten, Ravensburg, Bodnegg, Baienfurt und Friedrichshafen ein. Auf Einladung von Schellinger veranstaltete die Jugendinitiative Plant-for-the-Planet eine Akademie mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis zwölf Jahren zu Botschaftern für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auszubilden.

Die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet wurde im Januar 2007 ins Leben gerufen. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner forderte nach einem Schulreferat über die Klimakrise seine Mitschüler auf: „Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!“ Ziel der Kinder- und Jugendinitiative ist, weltweit 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen, heißt es weiter.

Die beiden Klimabotschafterinnen Lea und Hanna erklärten in einem Vortrag, was der Treibhauseffekt ist und welche Auswirkungen die Klimakrise hat. Dabei habe so mancher Erwachsene realisiert, wie intensiv sich die jungen Menschen mit dem zentralen Thema bereits auseinandersetzen. „Wir lernen, Erwachsene zu überzeugen, uns zu unterstützen“, so die Klimabotschafterin Lea.

Im Weltspiel beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen mit der Verteilung von Bevölkerung, Wohlstand und Emissionen weltweit. Sie erarbeiteten gemeinsam, wie Klimagerechtigkeit aussehen und was man konkret tun kann. Mila, aus der 7a des Welfengymnasiums dazu: „Man kann kleine Dinge ändern, zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Schule fahren, anstatt sich mit dem Auto bringen zu lassen“. Auch das Rhetoriktraining, in dem das Erarbeitete präsentiert und selbstsicheres Auftreten geübt wurde, machte den Schülern viel Spaß! Als Botschafter wollen sie schließlich überzeugen.

Höhepunkt war die Baumpflanzaktion selbst, heißt es. Auf dem vorbereiteten Waldstück warteten bereits 100 Eichen und Ahornbäume auf die Teilnehmer. Forstingenieur Marius Wöhler erläuterte weiteres zu Bäumen und Wald. Die Kinder und Jugendlichen pflanzten die Bäume danach besonders engagiert und sorgfältig. Hinterher wurden Ideen für die Zukunft entwickelt: Wie können Erwachsene überzeugt werden, das Engagement gegen die Klimakrise zu unterstützen und auch Bäume zu pflanzen? Pflanzpartys, Konzerte veranstalten, Vorträge halten.

Am Nachmittag präsentierten die Teilnehmer den Eltern und Lehrern ihre Ergebnisse, die sie in Schule und Freizeit umsetzen möchten, um weitere Bäume zu pflanzen und CO2 einzusparen, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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