Jörg Wendorff ist neuer Dekan an der RWU

Lesedauer: 4 Min
 Jörg Wendorff begann seine berufliche Laufbahn auf einem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Jetzt ist er der neue Dekan
Jörg Wendorff begann seine berufliche Laufbahn auf einem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Jetzt ist er der neue Dekan an der Fakultät für Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. (Foto: RWU/Michael Pfeiffer)
Schwäbische Zeitung

Professor Jörg Wendorff wurde bereits vor der Sommerpause zum neuen Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege gewählt. Am 1. September trat der 52-Jährige nun sein neues Amt an der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) an, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule.

Als thematischen Schwerpunkt für seine neue Funktion nennt Wendorff ein Schlagwort: Kommunikation. „Transparenz gegenüber den Kolleginnen und Kollegen und gegenüber den Studierenden ist mir wichtig“, sagt der gebürtige Hesse. Dabei könne er auf die Leidenschaft seiner Kollegen, Kolleginnen und seines Teams im Dekanat bauen. „Ich erlebe die Menschen hier als besonders engagiert. Die machen den Job, um für die Studierenden da zu sein“, so der neue Leiter der Fakultät mit insgesamt vier Bachelor- und drei Master-Studiengängen.

Ein weiteres Augenmerk soll auf dem Ausbau der digitalen Lehre liegen. „Wir möchten eine Lehre entwickeln, die eine gute und vernünftige Mischung aus Präsenz und E-Learning bietet“, sagt Jörg Wendorff. Digitale Formate sollen die Ausbildung ergänzen, die direkte Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden bleibe aber wichtig. „Wenn man einen Menschen richtig sieht, ist das eine ganz andere Art des persönlichen Zusammenarbeitens.“

Vom Rettungswagen an die RWU

Seine berufliche Laufbahn begann Jörg Wendorff beim Deutschen Roten Kreuz. „Über meinen Zivildienst bin ich nach der Schule zum Rettungsdienst gekommen.“ Dort übernahm er die Ausbildung neuer Sanitäter, was ihn zum Studium der Pädagogik in Münster führte.

Nach seiner Promotion in Marburg und einer Anstellung an der Universität Erlangen-Nürnberg, wurde Jörg Wendorff schließlich als Professor für Pflegepädagogik an die RWU berufen. Die Praxis aus dem Rettungsdienst zahlte sich aus. „An der Fakultät brauchte man eine Person, die Pädagoge ist und gleichzeitig Erfahrung im medizinischen Bereich hat.“

Hier führte ihn sein Weg ins Rektorat der Hochschule. Als Prorektor für Didaktik, studentisches Leben und Weiterbildung gestaltete er gemeinsam mit der kürzlich in den Ruhestand verabschiedeten Theresia Simon den Start der Hochschuldidaktik an der RWU.

Inspirationen aus Newcastle

Noch in diesem Jahr wird die Fakultät des neuen Dekans in ihr umgebautes Stammgebäude zurückkehren. Die größte Neuerung wird das Pflegelabor sein. In ihm lassen sich Pflege- und Kliniksituationen des Arbeitsalltags simulieren. „Die Idee eines Pflegelabors habe ich aus meinem Forschungssemester an der Northumbria University in Newcastle mitgebracht“, sagt Jörg Wendorff.

Nicht die einzige Erkenntnis aus seiner Zeit im Vereinigten Königreich. „In Newcastle gab es an jeder Ecke eine Kaffeebar, da trafen sich alle: Mitarbeiter, Studierende, Lehrende. Das fehlte hier.“ Mit der Unterstützung von Kanzler Henning Rudewig und dem Studierendenwerk kam es schließlich zu einer Kaffeebar im Foyer des RWU-Hauptgebäudes. Ein Ort für Gespräche, für Kontakte, für das, was Jörg Wendorff besonders wichtig ist: Kommunikation.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade