IHK warnt vor unseriösen Verlagen auf Annoncenjagd

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 Die IHK Bodensee-Oberschwaben mit Sitz in Weingarten.
Die IHK Bodensee-Oberschwaben mit Sitz in Weingarten. (Foto: IHK)
Schwäbische Zeitung

Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben erhalten derzeit belästigende Faxe von Verlagen für eine „Bürger-Info“ oder ein „Branchenbuch“, teilt die Industrie- und Handelskammer Weingarten in einer Pressemitteilung mit.

Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, senden die Verlage aus Großbritannien und der Türkei derzeit den Korrekturabzug einer angeblich gebuchten Annonce an hiesige Betriebe mit der Bitte um dringende Bestätigung auf die genannte Rückfaxnummer. Die Verlage rufen die Betriebe teilweise noch an, um wegen des angeblichen Redaktionsschlusses Druck zu machen. Tatsächlich handelt es sich laut der Mitteilung nicht um eine bereits bestellte Anzeige oder länger bestehende Geschäftsverbindung, sondern anderweitig erschienene Anzeigen des angeschriebenen Unternehmens wurden in eine Druckvorlage kopiert. Erst aus dem Kleingedruckten können die Unternehmen entnehmen, woher die Schreiben kommen und dass, einmal unterschrieben zurückgefaxt, eine teure Veröffentlichung in Auftrag gegeben wird.

Die IHK weist darauf hin, dass unverlangte Faxe oder Werbeanrufe per se unzulässig sind. Wenn der werbliche Charakter eines solchen Schreibens oder Anrufs nicht ersichtlich ist, sondern der Eindruck erweckt wird, es habe bereits vorher einen Kontakt gegeben, erliegt der Adressat einem Irrtum und kann wegen arglistiger Täuschung seine Unterschrift anfechten. Einmal unterschrieben, ist dies nicht leicht zu beweisen. Deshalb rät die IHK, immer genau zu prüfen, ob es tatsächlich um eine bestellte Anzeige beziehungsweise um die Verlängerung einer früheren Anzeige geht, und sich telefonisch nicht unter Druck setzen zu lassen.

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