IHK-Umfrage zur Datenschutzverordnung

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Schwäbische Zeitung

Die Umsetzung der seit dem vergangenen Jahr geltenden EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) habe den Unternehmen einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand abverlangt, schreibt die IHK in einer Presseerklärung. Gerade kleine und mittlere Unternehmen seien durch die unabhängig von der Betriebsgröße geltenden Anforderungen der DSGVO, beispielsweise ein Datenschutzmanagementsystem im Betrieb zu installieren, übermäßig belastet.

Für zahlreiche Fragestellungen fehlen bislang noch praxisgerechte und rechtssichere Lösungen. Allein die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) hat im vergangenen Jahr Veranstaltungen mit insgesamt über 1000 Teilnehmern durchgeführt und mehrere hundert individuelle Anfragen zu dem Thema bearbeitet.

„Im nächsten Jahr steht erstmals der Bericht der EU-Kommission zu den Auswirkungen der DSGVO an. Wir werden uns als IHK-Organisation an der Diskussion über die Inhalte und die Umsetzung der DSGVO beteiligen. Dafür benötigen wir aber möglichst viele konkrete Beispiele, Stimmungsbilder und Praxisberichte aus den Unternehmen“, erklärt Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der IHK-Bodensee-Oberschwaben.

„Ich bitte daher alle Unternehmer und Unternehmerinnen der Region, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen und dort ihre Erfahrungen zu schildern und Verbesserungsvorschläge zu machen. Mit ihrer Hilfe können wir uns dann klar positionieren und Einfluss nehmen.“

Die Möglichkeit der Teilnahme an der Umfrage besteht noch bis Freitag, 5. April. Die anonymisierte Gesamtauswertung fließt dann in die Stellungnahme der IHK-Organisation ein, die gegenüber der EU-Kommission, aber auch der Politik und der Verwaltung in Berlin und Brüssel abgegeben wird. Die Umfrage kann im Internet auf www.weingarten.ihk.de/ umfrage abgerufen werden.

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