IHK begrüßt Ausbau der Innovationsförderung

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Schwäbische Zeitung

Der Großteil der staatlichen Förderprogramme für Forschung und Entwicklung war bislang rein technischen Innovationen vorbehalten. Mit einem neuen Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen fördert das Bundeswirtschaftsministerium künftig auch nichttechnische Innovationen. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK), sieht hierin laut einem Pressebericht der IHK eine wichtige Unterstützung für die von Automatisierungstechnik, Elektronik und weiteren Hightech-Branchen geprägte Region Bodensee-Oberschwaben. „Dadurch kann unsere Wirtschaft die Digitalisierung noch stärker mitgestalten“, wird Jany zitiert.

Gleichzeitig fordert er, die Rahmenbedingungen für Innovationen weiter zu verbessern: Es genüge nicht, die Innovationsförderung auszubauen, wenn gleichzeitig starke Innovationshemmnisse bestehen blieben. Hier müsse die Politik mit mehr Tempo agieren. „Denn dass die Beteiligung kleinerer Unternehmen am Innovationsgeschehen seit Jahren zurückgeht, ist nicht Folge mangelnder Kreativität oder Finanzierungsmöglichkeiten, sondern das Ergebnis von unzureichender Infrastruktur, hoher bürokratischer Belastungen und zunehmender Fachkräfteengpässe bei den Betrieben“, so Jany laut dem Pressetext.

Die IHK würde im Austausch mit der Politik immer wieder feststellen, dass die Zeithorizonte, in denen Schwachstellen und strukturelle Wettbewerbsnachteile angegangen werden sollen, viel zu lange bemessen sind. So sei es beispielsweise indiskutabel, beim Breitbandausbau Zeithorizonte von zehn und mehr Jahren einfach hinzunehmen.

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